Hansa-Kritik: Spielabsage war eine "Katastrophe"

Der F.C. Hansa Rostock konnte seinen Auftakt in das Pflichtspieljahr 2018 nicht wie geplant durchführen. Die angedachte Partie bei der SG Sonnenhof Großaspach konnte aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes nicht stattfinden. Spieler und Verantwortliche waren aufgrund der Absage um Fassung bemüht, zeigten sich aber enttäuscht.

Dotchev kritisiert Absage

Spieler und Fans hatten die 800 Kilometer weite Anreise durch die Republik bereits angetreten, bevor die Partie nur vier Stunden vor Anpfiff abgesagt wurde. Trainer Pavel Dotchev zeigte sich gegenüber den "Norddeutschen Neuesten Nachrichten" entsprechend bedient: "In meiner langjährigen Trainerzeit habe ich so etwas nicht erlebt – nicht so kurzfristig. Es ärgert sehr, aber wir können es nicht mehr ändern, sondern müssen den Blick nun auf Erfurt fokussieren." Zusätzlich dazu war der Übungsleiter auch enttäuscht darüber, dass das Spiel nicht stattfinden konnte und äußerte Kritik: "Ich hatte nicht das Gefühl, dass man alles drangesetzt hat, dass das Spiel stattfindet. Für mich war es zu leicht, dass die Partie abgesagt wurde."

SG wollte Entscheidung früher herbeigeführen

Diese Kritik wollten die Verantwortlichen der SG Sonnenhof nicht auf sich sitzen lassen. Geschäftsführer Tomas Deters betonte bereits kurz nach der Absage: "Wir hätten sehr gerne gespielt, haben mit vielen ehren- und hauptamtlichen Helfern alles dafür getan, daher ist das schade, aber richtig und nachvollziehbar." Vor dem Hintergrund der weiten Anreise für die Hansa-Fans hätte die SG Sonnenhof eine Entscheidung "im Sinne aller Fans gerne früher herbeigeführt" – und zwar bereits am Freitagabend. Jedoch habe der DFB darauf bestanden, die Platzbegehung erst am Samstagvormittag durchzuführen. Und letztlich könne nur der DFB eine Partie absagen, weist die SG die Schuld an der Absage von sich.

Nachholtermin steht noch nicht fest

Dennoch ist der Frust bei den Akteuren des F.C. Hansa groß: "In meinem ganzen Fußballer-Leben habe ich so etwas noch nicht erlebt – und möchte so eine Erfahrung auch nicht noch mal machen. Es war eine Katastrophe", sagte Soufian Benyamina der Zeitung. Besonders bitte war die Absage auch für die bereits zahlreich angereisten Fans, die den Weg in den Süden Deutschlands völlig umsonst angetreten hatten. Ein Nacholtermin steht bisher noch nicht fest.

   
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