Hansa Rostock: Rechtsstreit mit Ex-Sponsor "28 Black" geht weiter
Im Rechtsstreit zwischen dem F.C. Hansa Rostock und seinem ehemaligen Hauptsponsor "28 Black" ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Eine Mediation vor dem Landgericht Rostock blieb ohne Ergebnis, sodass der Rechtsstreit nun fortgesetzt wird.
Längeres Verfahren droht
Wie Gerichtssprecher Holger Schütt gegenüber der "Ostsee-Zeitung" mitteilte, konnten sich beide Parteien nicht auf einen Vergleich einigen. Damit droht ein längeres Verfahren. Hintergrund ist die außerordentliche Kündigung des Sponsoringvertrags durch die Splendid Drinks AG im Mai 2024. Das Unternehmen hatte dies mit einem möglichen Imageschaden durch Ausschreitungen rund um Spiele des Klubs begründet. Bei der Kogge stößt diese Argumentation auf deutlichen Widerspruch.
Der damalige Vorstandsvorsitzende Jürgen Wehlend hatte angekündigt, man werde "mit aller Kraft dagegen vorgehen". Nach Vereinsangaben entstand durch den vorzeitigen Ausstieg ein Schaden von über einer Million Euro. Nachdem erste Einigungsversuche gescheitert waren, landete der Fall vor Gericht. Die Klage wurde im Mai 2025 zugestellt, im Herbst einigten sich beide Seiten zunächst auf ein Mediationsverfahren. Dieses verzögerte sich jedoch mehrfach, ehe nun auch der jüngste Versuch ohne Ergebnis blieb.
Termin zur Verhandlung noch offen
Nun übernimmt wieder das Gericht. In einem nächsten Schritt wird in etwa zwei Monaten ein Termin zur mündlichen Verhandlung angesetzt, bei dem beide Parteien ihre Positionen erneut darlegen können. Auch weitere Beweise oder Zeugenaussagen sind möglich. Mit einer Fortsetzung des Verfahrens wird in den kommenden Monaten gerechnet. Mit seiner Klage steht Hansa nicht allein da: Auch der österreichische Klub Austria Klagenfurt hatte nach einem Sponsoren-Aus von "28 Black" den Rechtsweg eingeschlagen.