Hansa: Neuzugänge haben "nicht die absolute Priorität"

Gespannt warten die Fans des F.C. Hansa Rostock in diesen Tagen auf neue Gesichter auf dem Trainingsplatz, doch für Trainer Jens Härtel haben Neuzugänge derzeit "nicht die absolute Priorität", wie er den "Norddeutschen Neusten Nachrichten" sagte. Das könnte sich aber noch ändern.

Abwarten bei Bülow und Nartey

Seit Sonntag ist Hansa zurück in Deutschland und blickt auf ein intensives Trainingslager in der Türkei zurück: "Insgesamt können wir sehr zufrieden sein mit dem Trainingslager", zieht Härtel ein positives Fazit. "Wetter, Essen und Zimmer waren in Ordnung. Bei den Spielern kam keine Langeweile auf. Auch mit den Spielen und den Trainingsleistungen können wir zufrieden sein." 3:0 gegen Eskisehirspor Kulübü, 2:1 gegen die Young Boys Bern und ein 1:1 gegen die Grasshopper Zürich. Damit blieb Hansa in der Türkei ungeschlagen. Zwei weitere Testspiele gegen Lyngby BK (Freitag) und den VfB Lübeck (Samstag) stehen bis zum Start der restlichen Saison noch an. Ob es bis zu den Generalproben noch Verstärkung an die Ostsee ziehen wird? "Neue Spieler haben nicht die absolute Priorität. Das ist eine Nebengeschichte, bei der man immer gucken muss, was sich entwickelt", zeigt sich Härtel zurückhaltend und macht sich derzeit "nicht allzu viele Gedanken" dazu. "Ich fokussiere mich auf die Spieler, die ich jetzt habe", so der Hansa-Coach gegenüber der Zeitung.

Dennoch könnte bei Härtel ein Umdenken einsetzen, wie er einräumt: "Wenn wir merken, Kai (Bülow; d. Red.) und Nikolas (Nartey; d. Red.) kommen nicht zurück, dann sind wir auf der Position im Mittelfeld (…) dünn besetzt und sollten da noch was machen und gucken, ob wir jemanden finden, der uns über den Sommer hinaus hilft." Während Bülow einen Rückschlag am Knie erlitt, hat Nartey weiterhin mit Schmerzen am Fuß zu kämpfen. Sollten beide Spieler für längere Zeit ausfallen, wird die Kogge wohl im defensiven Mittelfeld nachlegen – zumal mit Jonas Hildebrandt ein Sechser bereits gegangen ist. Klar ist aber: Bevor jemand kommt, muss zunächst noch ein Spieler gehen: "Auf gar keinen Fall darf der Kader (…) größer als 28 Mann werden", stellt Härtel klar und erinnert daran, dass Erik Engelhardt ab Anfang März eine weitere Option für den Sturm darstellen wird.

Kann Hansa oben ranrücken?

Nach einem trainingsfreien Montag soll ab Dienstag vor allem daran gearbeitet werden, künftig mehr Konstanz in die Leistung zu bekommen: "Da haben fast alle noch Nahholbedarf, alle haben es mal angedeutet, aber nie lange konstant über einen langen Zeitraum", weiß der Rostocker Übungsleiter. Dabei sei es entscheidend, "Woche für Woche auch physisch bereit sein, ans Limit zu gehen."

Kann Hansa dann nochmal oben angreifen? Der Rückstand zum Relegationsplatz beträgt "nur" fünf Punkte. "Klar nehmen wir uns vor, nochmal oben anzugreifen, aber dafür müssen die Ergebnisse stimmen", betont Härtel, der zunächst aber nur auf das Spiel gegen Halle am übernächsten Freitag schaut. "Kommst du da in einen positiven Lauf, kannst du dich oben ranschieben, aber schaffst du es nicht, musst du dich eher nach unten orientieren." Der Hansa-Coach hält daher nichts davon, Parolen und große Ziele rauszuhauen, sondern will zunächst die ersten Spiele gewinnen. "Dann können wir gucken, ob wir in einen Lauf kommen und das Selbstvertrauen, das wir uns hier im Trainingslager erarbeitet haben, mit in die Saison nehmen können."

   
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