Hansa: Härtel vor schwierigen Personalentscheidungen

Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen: Der F.C. Hansa Rostock befindet sich im Aufschwung – und will den positiven Trend am Sonntag im Ostduell gegen den FSV Zwickau fortsetzen.

Härtel warnt vor Zwickau

Nach dem schwachen Saisonstart mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen hat sich die Kogge mittlerweile gefangen und in der Tabelle wieder nach oben geschoben. Mit einem Sieg gegen den FSV Zwickau könnte Hansa das obere Mittelfeld ins Auge fassen. Doch auch wenn die Westsachsen drei der letzten vier Spiele verloren haben, warnt Trainer Jens Härtel vor der Mannschaft von Trainer Joe Enochs: "Sie haben eine Mannschaft, die über eine außergewöhnliche Mentalität verfügt. Das macht sie unangenehm. Wir müssen immer wachsam sein." Die Freude auf das Ostduell ist aber groß: "Es ist ohne Frage ein besonderes Spiel mit langer Tradition. Spiele, die man teilweise noch als Kind im Stadion verfolgt hat. Ostduelle sind immer besonders, auch wenn die Entfernung groß sein mag." Rund 500 Kilometer trennen beide Städte, von einem Derby kann man also nicht sprechen.

Riedel noch keine Option

Personell kann Härtel fast auf den kompletten Kader zurückgreifen. Fehlen wird allerdings Mirnes Pepic, der sich beim Spiel in Braunschweig einen Außenbandriss zugezogen hat. Ein schmerzhafter Ausfall, doch Härtel hofft auf ein schnelles Comeback des Mittelfeldspielers: "Die Diagnose ist nicht so schlimm wie erwartet. Es ist nur ein Band beschädigt. Mit einem guten Tape könnten wir ihn vielleicht schon bald wieder auf dem Trainingsplatz sehen." Kapitän Julian Riedel ist da schon einen Schritt weiter und konnte die Belastung nach seinem Innenbandanriss im rechten Knie schon wieder steigern, ist laut Härtel aber "noch keine Option" für Sonntag.

Die Qual der Wahl

Da ansonsten aber (bis auf die Langzeitverletzten Lukas Scherff und Erik Engelhardt) alle Spieler fit sind, kündigen sich schwierige Personalentscheidungen an. Gegen Braunschweig etwa standen Innenverteidiger Adam Straith und Stürmer Marco Königs erst gar nicht im Kader, Maximilian Ahlschwede und John Verhoek saßen 90 Minuten lang auf der Bank. Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an darf sich Neuzugang Nikolas Nartey machen: "Er hat im Training angedeutet, dass er ein Ersatz für Pepic sein kann." Weitere Änderungen kündigen sich nach dem Sieg in Braunschweig eher nicht an. Doch dass Hansa im Vergleich zu den vergangenen Jahren nun auf einen deutlich breiteren Kader zurückgreifen kann, dürfte mit Blick auf die langfristigen Ambitionen der Kogge nur von Vorteil sein.

   
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