Hansa Rostock: Härtel hofft auf Verstärkung im Winter

Der Kreuzbandriss bei Maurice Litka und das damit verbundene Saison-Aus für den 24-Jährigen hat die ohnehin schon angespannte Personallage beim F.C. Hansa Rostock weiter verschärft. Trainer Jens Härtel hofft daher darauf, dass der Kader im Winter verstärkt werden kann. 

Nur 16 Feldspieler einsatzbereit

Max Reinthaler (Sehnenanriss), Nils Butzen (Schambeinreizung), Lukas Scherff (muskuläre Probleme) und Litka – sie alle stehen der Kogge derzeit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, für das abschließende Spiel in diesem Jahr beim FSV Zwickau (Sonntag, 14 Uhr) fehlt darüber hinaus noch Top-Stürmer John Verhoek (fünfte gelbe Karte). "Personell pfeifen wir aus dem letzten Loch", sagte Trainer Jens Härtel am Freitag vor dem Hintergrund, dass für die Partie in Zwickau lediglich 16 Feldspieler aus dem Profikader zur Verfügung stehen. Das vergleichsweise kleine Aufgebot wird der Kogge nun zum Verhängnis. "Uns war bewusst, dass es schwierig wird, wenn wir zu viele Verletzte haben. Jetzt trifft es uns doppelt hart", wird Härtel in den "Norddeutschen Neusten Nachrichten" zitiert.

Abgesehen von der Tatsache, dass zumindest Scherff (bereits wieder im Lauftraining) zu Beginn des kommenden Jahres wieder zur Verfügung stehen dürfte, hofft der Hansa-Coach auf Neuzugänge im Winter: "Ganz klar, wir müssen uns zusammensetzen und brauchen Alternativen." Klar ist aber auch: Aufgrund der Corona-Krise ist die finanzielle Situation der Kogge nicht einfach. "Die finanzielle Belastung ist hoch durch den Zuschauerausschluss und die zum Teil trotzdem weiterlaufenden Kosten. Wir müssen gucken, ob Mittel da sind", so Härtel.

Wende in Zwickau?

Doch bevor es in die kurze Winterpause geht, soll in Zwickau zum Abschluss des Jahres nach zuletzt drei Pleiten in Folge wieder ein Sieg her. "Der Glaube an einen Sieg ist noch da", zeigt sich der Rostocker Übungsleiter trotz der Nackenschläge in den letzten Spielen zuversichtlich. "Es waren zwar keine Topleistungen, aber in jedem verlorenen Spiel war es möglich, zu punkten oder sogar zu gewinnen." Aber es sei "wie verhext" gewesen, "dass wir unsere Möglichkeiten nicht nutzten und die Gegner immer mit der ersten Situation in Führung gingen", wird Härtel in der Zeitung zitiert.

Beim FSV, der nach der Corona-Zwangspause zuletzt in Meppen gewonnen hat, will die Kogge den Spieß umdrehen und selbst mal wieder in Führung gehen. "Wir brauchen jetzt keine Angst zu haben, sondern müssen die Situationen annehmen und mutig bleiben", gibt Härtel die Richtung vor. "Wir werden weiter Gas geben und uns bis zum Schluss wehren. So, wie wir das immer gemacht haben. Dann fällt die Münze in Zwickau vielleicht auf unsere Seite." Drei Punkte wären auch deshalb wichtig, um den Kontakt zu den Spitzenplätzen nicht verlieren. Derzeit fehlen der Kogge vier Punkte auf die Ränge zwei und drei.

 
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