Hansa Rostock: Große Aufregung nach Hand-Tor

Mit 0:3 unterlag der F.C. Hansa Rostock am Samstagabend im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf. Dass der Sieg für den Zweitligisten am Ende verdient war, stellten die Hansa-Spieler nach Abpfiff zwar nicht in Frage, dennoch sorgte der erste Gegentreffer, dem ein Handspiel vorausgegangen war, für große Aufregung.

Warum Willenborg den Treffer gab

"Unfassbar diese Unsportlichkeit", schimpfte Dennis Erdmann gegenüber der "Bild". Was war passiert? Nachdem Matthias Henn in der 21. Minute auf der Linie klären konnte, sprangen Keeper Schuhen und der Düsseldorfer Marcel Sobottka zum Ball. Schuhen faustete den Ball nach rechts, wo er über den ausgestreckten Arm von Sobottka ins Tor prallte. Schiedsrichter Frank Willenborg gab den Treffer und löste damit hitzige Diskussionen aus. Sobottka gab anschließend zu Protokoll: "Er kam zu mir hin, sagte ,du weißt schon, dass es im Fernsehen ist, sei also ehrlich', aber ich wusste es in diesem Moment wirklich nicht (…)." In der Halbzeitpause erfolgte laut der "Bild" dann die Aufklärung, nachdem sich Willenborg die TV-Bilder angeschaut hatte. Sobottka: "Er meinte zu mir, dass es ein regelkonformes Tor war, obwohl ich den Ball mit der Hand gespielt habe. Weil ich geschubst wurde, war es keine absichtliche Handbewegung."

Mal wieder ohne Treffer

Letztlich muss die Kogge mit der Entscheidung von Schiedsrichter Willenborg leben und darf sich ohnehin nicht über die Niederlage beschweren. Allein Andrist und Ziemer vergaben kurz vor und nach der Pause insgesamt drei Riesenchancen, mit denen der umstrittene Führungstreffer der Gäste hätte ausgeglichen werden können. Doch wie schon zuvor in der 3. Liga ließ Hansa wieder Mal beste Möglichkeiten liegen und steht damit zum vierten Mal aus fünf Pflichtspielen in dieser Saison ohne eigenen Treffer dar. Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor muss also dringend erhöht werden. Aus Sicht der Rostocker möglichst schon beim anstehenden Heimspiel gegen den FSV Frankfurt.

 

 
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