Hansa empfängt Regensburg: Gegensätze ziehen sich an

Wenn am morgigen Mittwochabend der F.C. Hansa Rostock auf den SSV Jahn Regensburg trifft (19.00 Uhr), kommt es in der 3.Liga zum Duell zweier Mannschaften mit Gegensatz-Charakter. Nicht nur die Ergebnisse der beiden Mannschaften unterscheiden sich, sodass der eine Verein in der gesamten Saison jeweils das gegenteilige Ergebnis des anderen erspielte, sondern auch die Voraussetzungen in der Saison. Während der Jahn aus der 2.Bundesliga kommt und sich den Aufstieg nicht gerade als Ziel gesteckt hat, wollen die Hanseaten genau da wieder hin und den Kontakt nach oben nicht verlieren.

Hansa fehlt das Glück

Der Saisonstart der Rostocker war dabei äußerst vielversprechend. 10 Punkte aus den ersten vier Spielen waren für Trainer Andreas Bergmann eine gute Ausbeute und tabellarisch eine angemessene Position. Doch in den letzten beiden Spielen ging den Hanseaten völlig das Glück verloren. Im Heimspiel gegen Unterhaching vergab man eine Unmenge an Großchancen und gab das Spiel somit völlig unnötig mit 0:1 verloren. Und auch im Topspiel am vergangenen Samstag beim 1. FC Heidenheim verlor man das Spiel aufgrund zweier Elfmeter von FCH Kapitän Marc Schnatterer. Dabei war vor allem der erste Strafstoß äußerst fragwürdig. Aber viel Zeit zu trauern bleibt nicht und wahrscheinlich ist das genau das Richtige. Schon morgen Abend können die Rostocker wieder in die Spur zurückfinden. „Der mentale Frust nach der unglücklichen Niederlage in Heidenheim ist gewichen. Jetzt werden wir uns auf Mittwoch und die Partie gegen Regensburg konzentrieren", zeigt sich Trainer Bergmann zuversichtlich. Dabei fehlen wird weiterhin Ken Leemans, der noch bis voraussichtlich Ende Oktober ausfallen wird. Ansonsten kann Trainer Bergmann auf alle Spieler seines Kaders zurückgreifen.

Von ganz unten ins obere Mittelfeld

Was wurde nicht alles schon geschrieben und kritisiert, als der Jahn in den ersten vier Spielen der Saison nur zwei Punkte erbeuten konnte. Die Angst eine Seuchensaison wie die in der 2. Bundesliga könnte sich wiederholen war sehr groß. Doch zwei Spiele und zwei Siege später sieht die Situation schon ganz anders aus. Mit acht Punkten stehen die Regensburger im gesicherten Mittelfeld und haben sogar Anschluss an die oberen Ränge und auch an Hansa Rostock. Mit einem Sieg bei den Hanseaten könnten die Bayern an Rostock vorbeiziehen. Ebenso gelassen geht Trainer Stratos an die Partie heran: "Den Druck hat ganz klar Hansa Rostock, die wollen wieder nach oben. Zuletzt gab es aber zwei Niederlagen am Stück – das haben die Spieler natürlich im Kopf. Wir dagegen können nach den zwei Siegen in Folge ganz befreit aufspielen". Nicht mit nach Rostock fahren werden Dressler, Kurz, Trettenbach, Schmid (alle verletzt) sowie Kotzke (Trainingsrückstand).

Prognose: Ein Spiel, das irgendwie stark nach Unentschieden riecht. Gewann Hansa, verlor der Jahn und umgekehrt. Ebenso sind die beiden Kader qualitativ ähnlich besetzt. Und selbst wenn bei Hansa vielleicht ein Stück mehr Qualität vorhanden sein sollte, so sprechen Trend und Druck eher für Regensburg. Der Vorteil eines Heimspiels ist für die Rostocker ebenfalls nicht zwingend vorhanden. Bei den bisherigen Heimspielen erzielten die Hanseaten jeweils einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Ebenso verhält es sich beim Jahn auswärts. Eine Punkteteilung in diesem Spiel wäre also wenig verwunderlich.

Mögliche Aufstellungen:

Hansa Rostock: Brinkies – Mendy – Ruprecht – Pelzer – Radjabali-Fardi – Weidlich (Starke) – Haas – Grupe – Blacha – Plat – Savran

SSV Jahn Regensburg: Wiegers – Haag – Windmüller – Nachreiner – Neunaber – Hein – Güntner – Aosman – Amachaibou – J.-P. Müller – Smarzoch.

 

FOTO:  Sebastian Ahrens / rostock-fotos.de

 

   
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