Hansa reicht Lizenzunterlagen ein – Polizei zeichnet unter Vorbehalt

Der F.C. Hansa Rostock hat am Dienstag die Lizenzunterlagen für die Drittliga-Spielzeit 2016/17 fristgerecht beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt am Main eingereicht. In Zuge dessen wurde bekannt, dass die Kogge für die kommende Spielzeit mit einem Lizenzspieler-Budget in Höhe von 3,15 Millionen Euro plant. Die Polizei hat die Lizenzunterlagen derweil nur unter Vorbehalt gezeichnet.

Endgültige Entscheidung über Lizenz-Erteilung Ende Mai

Trotz der nach wie vor angespannten finanziellen Lage gibt man sich beim F.C. Hansa optimistisch, alle Anforderungen erfüllen zu können: "Durch die Unterstützung unserer Partner und unseren eigenen Maßnahmen zur Sanierung des Vereins konnten wir wichtige wirtschaftliche Grundlagen für die Lizenzierung legen. Wir sind optimistisch, die wirtschaftlichen, technisch-organisatorischen und sicherheitsrelevanten Bedingungen für die Zulassung der 3. Liga 2016/17 zu erfüllen", so Finanzvorstand Christian Hüneburg. Die endgültige Entscheidung des Verbandes über die Erteilung der Lizenz soll vorrausichtlich Ende Mai erfolgen.

Polizei zeichnet Lizenzunterlagen unter Vorbehalt

Wie die Polizei unterdessen bekanntgab, habe man die Lizenzunterlagen vor dem Hintergrund nicht tragfähiger Sicherheitskonzepte, insbesondere für die Südtribüne, vorerst nur unter Vorbehalt gezeichnet. Bis zum 31. Mai muss mit der Polizei ein abgestimmtes Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Zudem dürfen bis zu diesem Zeitpunkt vom Verein keine Tatsachen geschaffen werden, "die dem noch zu erarbeitenden Konzept zuwider laufen. Dies hat die Polizei auch dem DFB in einem Schreiben mitgeteilt", heißt es in einer Mitteilung. Polizeidirektor Michael Ebert sagte: "Wir wollen dem sportlichen Erfolg des Vereins nicht im Wege stehen. Gleichzeitig verbindet sich mit der Unterzeichnung die Hoffnung, dass es dem Verein gelingt, die positive Fankultur wiederzubeleben, damit zukünftig am Ende jedes Spiels nicht Ausschreitungen sondern ausschließlich sportliche Aspekte die Schlagzeilen in den Medien bestimmen." Die von Hansa angekündigten baulichen Veränderungen auf der Südtribüne helfen "nur kurzfristig. Wer langfristig und tatsächlich Fanverhalten verändern will, muss strategisch und konzeptionell alle positiven Kräfte des Vereins und die gesellschaftlichen Partner bündeln", ergänzt Ebert.

   
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