Hansa hadert mit Remis gegen Halle: "Der Punkt ist zu wenig"

Beim 1:1 gegen den Halleschen FC hat der F.C. Hansa Rostock wohl die letzte Chance verpasst, doch noch einmal in den Aufstiegskampf einzugreifen. Auch sonst waren Spieler und Trainer mit der Punkteteilung nicht zufrieden.

"Müssen uns nicht über den Schiedsrichter aufregen"

Dass Hansa nach dem frühen Gegentor durch Moritz Heyer nach nur sechs Minuten überhaupt einen Punkt mitnahm, war Mirnes Pepic zu verdanken, der in der 84. Minute mit seinem ersten Drittliga-Tor für den Ausgleich sorgte. Doch für Zufriedenheit sorgte das Endresultat beim F.C. Hansa nicht: "Wir müssen mit dem Unentschieden leben. Aber für den Aufwand, den wir betrieben haben, ist ein Punkt zu wenig", haderte Trainer Jens Härtel auf der Pressekonferenz. Vor allem in der ersten Halbzeit ließ die Kogge wie schon in den vergangenen Heimspielen zahlreiche Möglichkeiten liegen. Die beste Chance hatte Soukou nach 13 Minuten, als er aus spitzem Winkel nur die Latte traf. "In der ersten Halbzeit müssen wir zwingend ein bis zwei Tore machen", fand Härtel.

Zudem hätte Hansa in der 15. Minute einen Elfmeter bekommen können, nachdem Merveille Biankadi von Marvin Ajani im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Härtel sprach im "Telekom"-Interview von einem "klaren Kontakt", denn Ajani sei Biankadi "in die Beine gelaufen". Doch die Pfeife von Bundesliga-Schiedsrichter Markus Schmidt blieb stumm, auch mit anderen Entscheidungen im Laufe des Spiels zog der Unparteiische den Unmut des Publikums auf sich. Am Schiedsrichter wollte Härtel den verpassten Sieg aber nicht festmachen: "Der Schiedsrichter hat uns zwar nicht geholfen, aber auch nicht nur gegen uns gepfiffen." Hansa habe genügend Chancen gehabt, um das Spiel zu gewinnen. "Daher müssen wir uns nicht über den Schiedsrichter aufregen", so Härtel.

Auch Hüsing nicht zufrieden

Dass am Ende immerhin ein Punkt herausgesprungen ist, nötige Härtel dann aber doch Respekt ab: "Ich muss den Jungs ein Kompliment machen, dass sie drangeblieben sind. Wir haben den Punkt erzwungen. Und das hat enorm viel Kraft gekostet." Seine Mannschaft habe sich in der zweiten Halbzeit gewehrt und alles reingehauen, betonte Härtel. Ein Lob, mit dem Kapitän Oliver Hüsing kurz nach Abpfiff allerdings nicht so viel anfangen konnte: "Ein Punkt ist zu wenig, ich bin nicht zufrieden", gab sich der Abwehrchef im Gespräch mit "Hansa-TV" enttäuscht und begründete: "Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und haben Halle in der zweiten Halbzeit nicht mehr zur Entfaltung kommen lassen." Somit sei mehr drin gewesen, fand Hüsing.

Durch das Unentschieden hat es Hansa verpasst, den Rückstand auf den Halleschen FC auf fünf Punkte zu verkürzen. Mit einem Sieg wäre die Kogge wohl nochmal oben rangerückt, so fehlen dem FCH nun aber acht Punkte zu Platz drei. Über den Aufstieg brauche man daher nicht zu reden, wie Härtel betonte: "Wenn sich die Mannschaften oben nicht ganz dumm anstellen, ist der Zug abgefahren." Neu ist diese Erkenntnis aber eigentlich nicht, denn in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen lag Hansa auch in den letzten Wochen schon nicht mehr. In den verbleibenden neun Spielen wird es nun aber noch darum gehen, für einen versöhnlichen Saisonabschluss zu sorgen. Am Samstag gastiert die Kogge in Karlsruhe – dann sollen wieder drei Punkte her.

   
  • Jörg Stubbe

    Sicher hat es nicht am Schiri gelegen, daß unsere Kogge nicht gewonnen hat.
    Aber er hat ein erhebliches Maß dazu beigetragen. In der Rubrik schlechte Schiris im Ostseestadion hat sich Schmidt(der pfeift Bundesliga …. kein Wunder) ein Platz in den Top 10 erkämpft. Immer wenn bei einer Spielanalyse über Schiris gesprochen wird, über ihr Auftreten oder ihre (Fehl)entscheidungen, dann ist es ein untrügliches Zeichen.
    Der Mann war zeitweilig überfordert mit fragwürdigen Entscheidungen ….. übrigens auf beiden Seiten.
    Einen Rat an den DFB: trennt euch schnell von schlechten Schiris. Denn es nützt niemanden.

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