Hansa besiegt SVWW in Unterzahl – Osnabrück dreht Spiel

Zum Auftakt des 16. Spieltages feierte der F.C. Hansa Rostock am Freitagabend in Unterzahl einen 1:0-Sieg beim SV Wehen Wiesbaden. Osnabrück drehte die Partie gegen Aalen und gewann mit 4:1, Halle setzte sich derweil gegen Münster durch (3:0).

Wiesbaden 0:1 Rostock: Hansa gewinnt in Unterzahl

Die Kogge macht früh Druck, die erste gefährliche Chance der Partie gehörte aber den Hausherren. Nach einer Flanke von Mintzel hielt Breitkreuz drauf, blieb jedoch an Riedel hängen (7.). Im direkten Gegenzug setzte auch die Kogge eine Duftmarke, Benyamina bekam hinter einen Kopfball aber keinen Druck. Hansa blieb danach das leicht bessere Team, hatte aber Glück, dass Schiedsrichter Markus Wollenweber in der 23. Minute ein Foul von Nadeau an Mintzel übersah – das hätte Elfmeter für den SVWW geben können. Vier Zeigerumdrehungen später waren die Gäste erneut mit dem Glück im Bunde, als Blaswich einen Schuss von Andrich gerade noch mit dem Fuß abwehren konnte. Wiesbaden gab nun den Ton an und verpasste nach 32 Minuten die Führung: Nach einem Fehlpass von Evseev zog Schäffler aus der Distanz ab und zwang Blaswich, der zurück eilen musste, zu einer Glanzparade. Der Druck der Hausherren wurde immer größer, drei Minuten vor der Pause musste Bischoff im letzten Moment auf der Linie klären. Das 1:0 für den SVWW wäre längst verdient gewesen, zur Halbzeit blieb es aber beim torlosen Remis.

Auch nach Wiederanpfiff waren die Gastgeber das bessere Team, Hüsing musste in der 47. Minute nach einem Schuss von Schäffler zum wiederholten Mal für Hansa kurz vor der Linie klären. Kurz danach schwächte sich Hansa selbst: Der bereits verwarnte Bischoff ging zu ungestüm in ein Laufduell mit Moritz Kuhn, brachte diesen zu Fall und sah Gelb-Rot. Eigentlich sprach jetzt alles für den SVWW, doch Soufian Benyamina stellte den Spielverlauf nach 57 Minuten auf den Kopf. Nach einer Ecke von Quiring stieg der Angreifer am höchsten und köpfte aus sechs Metern zur überraschenden Führung ein. Wiesbaden zeigte sich geschockt und erlaubte sich danach mehrere Ballverluste, die Gäste waren nun obenauf und verpassten nach 70 Minuten das 2:0. Benyamina war bereits frei durch, scheiterte dann jedoch an SVWW-Keeper Kolke – was für eine Chance. Kurz danach wurde es auch auf der anderen Seite gefährlich, als Breitkreuz einen Fallrückzieher nur knapp neben den Kasten setzte. Die Partie wurde jetzt rassig, es ging hin und her. Sieben Minuten vor dem Ende forderte Wiesbaden einen Elfmeter, nachdem Schäffler von Riedel zu Fall gebracht worden war. Wollenweber ließ weiterspielen – Glück für Hansa. Die Hausherren warfen danach alles nach vorne, kamen aber nicht mehr zum Abschluss und gingen als Verlierer vom Platz. In der Tabelle rückt Hansa auf Platz sechs vor und liegt jetzt nur noch fünf Zähler hinter dem SVWW.

Osnabrück 4:1 Aalen: VfL dreht Partie und verlässt Abstiegsplätze

Vor heimischer Kulisse begann Osnabrück schwungvoll und hätte bereits früh in Führung gehen können. Doch erst setzte Alvarez einen Freistoß aus 25 Metern an die Latte (10.), dann traf er aus der Distanz den Innenpfosten (12.). Der VfL hatte die Partie im Griff, geriet nach 20 Minuten jedoch wie aus dem Nichts in Rückstand. Nach einer Ecke kam Patrick Schorr an den Ball und traf etwas glücklich zur Aalener Führung. Osnabrück schüttelte sich kurz und glich zehn Zeigerumdrehungen durch Marc Heider aus. Die Thioune-Elf war nun voll da und erhielt in der 36. Minute einen Elfmeter, nachdem Klass von Morys zu Fall gebracht worden war. Marcos Alvarez nahm sich der Sache an und verwandelte zum 2:1 – Spiel gedreht.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war der VfL besser im Spiel, ein Schuss von Alvarez nach 52 Minuten stellte für VfR-Keeper Bernhardt aber kein Problem dar. Fünf Zeigerumdrehungen später hatte Morys die Riesenchance auf den Ausgleich, zeigte freistehend vor Gersbeck aber Nerven und zog deutlich vorbei. Wenig später sorgte der VfL dann für die Vorentscheidung: Nach einem Freistoß bekam Aalen den Ball nicht geklärt, sodass dieser bei Renneke landete. Der Schwede zog ab und traf aus knapp 20 Metern zum 3:1 (62.). Im Anschluss drängten die Hausherren auf die endgültige Entscheidung. Erst traf Heider nach 66 Minuten zum dritten Mal an diesem Abend Aluminium, dann erhöhte Iyoha nach 75 Minuten auf 4:1 und machte damit alles klar. In der Schlussphase tat sich auf beiden Seiten nicht mehr viel, sodass es beim klaren Heimsieg der Lila-Weißen blieb. Somit verlässt Osnabrück die Abstiegsplätze vorerst und verschafft sich im Tabellenkeller Luft.

Halle 3:0 Münster: HFC eiskalt, Münster zu harmlos

Der HFC erwischte einen Blitzstart und ging nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bereits nach zehn Minuten in Führung. Nach einem weiten Ball von Klaus Gjasula nahm Fabian Baumgärtel das Leder sehenswert an und ließ Körber im Preußen-Tor keine Chance. Danach zog sich der HFC etwas zurück, der Kampf bestimmte nun die Partie. Münster war unterdessen um eine schnelle Antwort bemüht, kam aber erst in der 27. Minute zur ersten Chance: Rizzi zwang Müller im Tor der Hallenser zu einer Glanzparade. In der Folge schalteten die Saalestädter wieder einen Gang hoch und wurden nach 38 Minuten mit dem 2:0 belohnt: Stefan Kleineheismann war nach einer Bamgärtel-Flanke vollkommen unbedrängt und brachte den Ball per Kopf im Tor unter. Die Gäste waren unterdessen zu passiv, mehr als einen Außennetz-Schuss von Tritz sprang nicht heraus (44.).

Mit Wiederanpfiff wurden die Preußen aktiver, Stoll scheiterte nach 50 Minuten mit einem Kopfball an Müller. Den nötigen Einsatz konnte man den Gästen nicht absprechen, jedoch fanden sie in der Folge immer seltener eine Lücke in der gut sortierten Hallenser Hintermannschaft. In der 65. Minute war die Partie mit dem 3:0 dann entschieden. Zenga bediente Röser sehenswert, dieser behielt vor Körber die Nerven und lupfte das Spielgerät ins Tor. Die Preußen waren geschlagen, viel entgegenzusetzen hatten die Elf von Trainer Benno Möhlmann nicht mehr. So brachten die Hausherren die Partie ohne große Anstrengung über die Bühne, feierten den dritten Heimsieg in Folge und verbessern sich in der Tabelle vorerst auf Platz elf – Münster fällt auf den 17. Platz zurück.

   
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