Hanraths trainiert wieder: "Komme langsam wieder in den Alltag rein"
Mika Hanraths ist ein Hoffnungsträger von Alemannia Aachen. Der Kapitän steht nach langer Verletzungspause wieder auf dem Platz und übernimmt Verantwortung. Im Februar könnte das Comeback in einem Pflichtspiel folgen.
"Kraftdefizit ausgleichen"
Vergangene Saison verpasste Mika Hanraths kaum ein Spiel. Zweimal stand der 26-jährige Innenverteidiger nicht im Kader, einmal davon wegen einer Gelbsperre. Doch in der Sommer-Vorbereitung passierte das Unglück, denn Hanraths erlitt einen Sehnenabriss und fiel monatelang aus. Jetzt kann der Kapitän wieder lächeln, denn im Rahmen des Trainingslagers im türkischen Belek kann Hanraths wieder auf den Platz. Abseits der Mannschaft arbeitet der 26-Jährige am Comeback, das im Februar angepeilt werden könnte.
"Es geht jetzt darum, das Kraftdefizit zwischen dem rechten und linken Bein auszugleichen", erklärt Hanraths, der mit einem Physiotherapeuten zusammen arbeitet, in der "Aachener Zeitung". Dem 26-Jährigen ist jedoch klar: "Nach einem halben Jahr dauert das jetzt einfach seine Zeit." Wichtig sind aber nicht nur die fußballerischen Qualitäten des Innenverteidigers, sondern auch seine Rolle als Führungsspieler. Der Kapitän konnte in der Verletzungspause nicht in dem Maß auf das Team einwirken, wie er es wohl im aktiven Beisein hätte tun können. Hanraths bleibt zuversichtlich: "Ich komme langsam jetzt auch wieder in diesen Alltag rein, dass ich Verantwortung übernehme."
Seit 2023 im Alemannia-Trikot
Hanraths wurde bei Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach ausgebildet. Nach einem Engagement beim FC Schalke 04 II blieb der Innenverteidiger einige Zeit vereinslos, bevor er sich dem 1. FC Bocholt in der Regionalliga West anschloss. Dort konnte er sich nach der Saison 2022/23 für einen Wechsel zu Alemannia Aachen empfehlen, wo er nun im Abstiegskampf zum Hoffnungsträger werden wird. Die Erfahrung aus 36 Dritt- und 147 Viertliga-Spielen soll in naher Zukunft helfen.