Halleschem FC winken Verstärkung und Boyd-Comeback

Ursprünglich hatte der Hallesche FC ohne Verstärkung in dieser Transferperiode geplant, nun ist doch die Verpflichtung eines neuen Spielers möglich. Derweil könnte Terrence Boyd beim Auswärtsspiel in Wiesbaden (Samstag, 14 Uhr) sein Comeback feiern.

Rauschenbach macht Ankündigung

Lange hielt sich Präsident Jens Rauschenbach im Hinblick auf mögliche Transfers in der Winterpause zurück, nun kündigt er in der "Bild" an: "Sollte die sportliche Leitung überzeugt sein, werden wir Gespräche führen." Das nötige Kleingeld soll über Sponsoren zusammenkommen. Klar sei aber, dass der mögliche Neuzugang eine "echte Verstärkung" sein soll. "Wir holen keinen, der uns nicht weiterhilft", so der HFC-Boss.

Trainer Florian Schnorrenberg nahm die Nachricht auf der Pressekonferenz am Donnerstag mit Freude auf: "Es hört sich doch gut an, wenn der Präsident so etwas sagt." Kurzfristig wird sich der HFC aber wohl nicht verstärken: "Wir sind noch nicht so weit, dass hier übermorgen ein neuer Spieler aufschlagen wird. Aber es freut mich natürlich, dass die Möglichkeit besteht." Bedarf besteht vor allem auf der rechten Außenbahn. Sommer-Neuzugang Selim Gündüz konnte auf dieser Position bisher nicht überzeugen und bestritt lediglich vier Spiele. In den letzten vier Partien vor Weihnachten stand er nichtmal im Kader – gut möglich, dass sich die Wege im Winter wieder trennen. Voraussetzung, um einen neuen Spieler verpflichten zu können, ist das aber offenbar nicht.

Boyd wieder im Training

Zunächst liegt der Fokus von Schnorrenberg aber auf dem SV Wehen Wiesbaden. "Das wird eine große Aufgabe", erwartet der 43-Jährige einen starken Gegner. "Ich schätze sie ähnlich stark ein wie Dresden und Ingolstadt. Sie werden ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden." Mit der Verpflichtung des zweifachen schwedischen Nationalspielers Gustaf Nilsson haben die Hessen, die nur zwei Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz liegen, ihre Ambitionen nochmal untermauert.

Doch auch der HFC hat mit Terrence Boyd eine echte Waffe, erzielte der US-Amerikaner in 14 Spielen doch neun Tore. Und pünktlich zum Jahresauftakt könnte der Stürmer sein Comeback feiern, nachdem er vor Weihnachten zweimal aufgrund eines Ödems im Oberschenkel aussetzen musste. "Bei Terrence sieht es von Tag zu Tag besser aus. Er ist am Mittwoch ins Training eingestiegen", berichtet Schnorrenberg. Allerdings sei die Intensität der Einheit auf Kunstrasen nicht so hoch gewesen. Der HFC-Coach will nun abwarten, "wie er reagiert". Denn klar ist: "Wir wollen nicht zu viel riskieren." Sollte es für einen Einsatz in Wiesbaden noch nicht reichen, "sind wir zuversichtlich, dass er nächste Woche zurückkehren wird". Fragezeichen stehen auch noch hinter Niklas Kastenhofer (Schlag auf das Knie), Jannes Vollert (Schlag auf das Sprunggelenk) und Toni Lindenhahn (Wadenprobleme). Tobias Schilk und Anthony Syhre würden derweil Fortschritte machen, seien aber noch nicht so weit, um wieder mit der Mannschaft trainieren können. Bei einem Sieg in Wiesbaden würde Halle am Zweitliga-Absteiger vorbeiziehen.

 
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