Hallescher FC: Solider Saisonstart sorgt für Ruhe

Der Hallesche FC hat einen soliden Start in die Dritte Liga hingelegt – nicht mehr, nicht weniger. Sportlicher Höhepunkt der bisherigen Spielzeit war der Erfolg im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern. Bei den Neuzugängen stechen bislang zwei Namen positiv heraus. Für einen langjährigen HFC-Spieler könnte hingegen bald ein Abschied bevorstehen.

Durchschnittlicher Saisonstart

Zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen – nach sechs absolvierten Spieltagen in der 3. Liga lässt sich sagen, dass der Saisonstart des Halleschen FC in höchstem Maße durchschnittlich ausfiel. Dementsprechend finden sich die Saalestädter in der Tabelle auch auf dem Mittelfeldplatz zehn wieder, mit jeweils vier Punkten Abstand zu Relegationsplatz drei und Abstiegsplatz 18. Mit diesem Auftakt können sie gut leben in Halle – gerade nach dem verhältnismäßig turbulenten Vorjahr mit zwei Trainerwechseln haben sich viele die Ruhe zurückgewünscht, die den Verein in seiner jüngeren Vergangenheit ausgezeichnet hat. Dabei ist es nicht so, dass es keine Höhepunkte zu bejubeln gab: Nach einem umkämpften und für den neutralen Zuschauer höchst unterhaltsamen Spiel konnte in der ersten DFB-Pokalrunde der Zweitligist Kaiserslautern mit 4:3 nach Verlängerung geschlagen werden. Erstmals seit der Saison 2010/11 gelang dem HFC damit der Einzug in die zweite Pokalrunde, in der sich die Hallenser mit dem Hamburger SV messen werden.

Barnofsky spielt jetzt Stamm, Furuholm nur noch selten

Dass das DFB-Pokalspiel gegen Kaiserslautern überhaupt so lange offenbar, lag vor allem am früheren HFC-Spieler Osayamen Osawe, der vor Saisonbeginn in Richtung Pfalz abgewandert war. Ihn und Sören Bertram galt es zu ersetzen – was bisher ganz passabel gelang. Wichtigster Neuzugang für die Abteilung Attacke war Benjamin Pintol, den Trainer Rico Schmitt bereits aus der gemeinsamen Zeit bei den Offenbacher Kickers kannte. Pintol ist unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger. Noch ein Stück weiter oben in der Mannschaftshierarchie steht Klaus Gjasula, der ebenfalls erst im Sommer kam, aber von Schmitt direkt zum Kapitän ernannt wurde. Dieses große Vertrauen zahlte der frühere Spieler der Stuttgarter Kickers bisher mit dementsprechenden Leistungen zurück. Kein Neuzugang, aber sicherlich eine positive Überraschung ist Max Barnofsky. Der 21-Jährige spielte im Vorjahr keine große Rolle im Team, mauserte sich aber über die Sommerpause zum Stammspieler und ist jetzt in der Innenverteidigung gesetzt. Nicht nach Wunsch verläuft hingegen bislang die Saison von Timo Furuholm. Der erfahrene Finne, inzwischen einer der dienstältesten HFC-Spieler, kann inzwischen froh sein wenn er zumindest als Joker zum Einsatz kommt. Ein Vereinswechsel im Sommer war im Gespräch, wurde aber letztlich nicht verwirklicht – im Januar könnte das Thema allerdings wieder auf den Tisch kommen.

 
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