Hallescher FC: Merkel zeigt kämpferisches Comeback

Aufatmen an der Saale! Nachdem der Hallesche FC zuletzt aus fünf Spielen lediglich vier Punkte holte und auch im Landespokal beim Stadtderby gegen den VfL Halle 96 nur knapp an einer Blamage vorbeischrammte, konnten die Hallenser nun gegen den MSV Duisburg mit einer ansprechenden Leistung drei Punkte einsammeln. Dabei profitierte der HFC von einer sehr dynamischen ersten Halbzeit, in der der Endstand bereits nach 40 Minuten gesichert wurde. Nachdem Duisburgs Kevin Wolze Akaki Gogias frühe Führung egalisiert hatte, sorgten Marcel Franke und Timo Furuholm für die übrigen Tore.

Zwei Standards besorgen den HFC-Sieg

Auch wenn das Ergebnis und die Heimstatistik der Duisburger etwas anderes vermuten lässt, war es ein kompliziertes Spiel für den HFC. Der Druck lag vor der Partie bei den Gästen, vor allem der Ruhe im Umfeld wegen, die spätestens nach dem beinahe fahrlässigen Pokalauftritt zu kippen drohte. Sich dessen anscheinend vollends bewusst setzte Sven Köhler erneut auf eine druckvolle Doppelspitze mit Timo Furuholm und Pierre Merkel. Als Überraschung begann der zuletzt lange verletzte Pierre Becken vor der Verteidigung als einziger Sechser, Tony Schmidt ersetzte den verletzten Toni Lindenhahn. Bereits sechs Minuten nach Anpfiff konnte Regisseur Akaki Gogia mit einem fantastischen Solo das Rampenlicht auf sich ziehen und bejubelte seinen nun mehr vierten Saisontreffer. Davon unbeeindruckt, spielte der MSV Duisburg trotz dessen sein Spiel weiter konsequent aus, kam allerdings in der 19. Minute auf simpelste Art und Weise zum Ausgleich. Nach einem de Wit-Freistoß entlang der Strafraumlinie zog Kevin Wolze trocken ab und der abgefälschte Ball fand seinen Weg ins Netz von Pierre Kleinheider. Nun war das Spiel wieder offen, der HFC agierte aber glücklicher und abgeklärter, sodass die beiden folgenden Treffer jeweils aus zwei Bertram-Freistößen resultierten. Musste Marcel Franke den Ball in der 31. Minute noch ins Tor drängeln, hielt Goalgetter Furuholm in der 40. Minute einfach nur den Kopf hin und besorgte so nicht nur den Endstand für die Saalestädter, sondern beendete zugleich auch seine torlose Serie von sechs Spielen.

Kleinheider mit ungewohnten Problemen

Die zweite Halbzeit offenbarte jedoch so einige Unsicherheiten in der Hallenser Mannschaft. So konnte Torwart und Leistungsträger Pierre Kleinheider zwar erneut mehrfach großartig parieren, leistete sich aber auch zwei grobe Schnitzer, die beide beinahe zum Anschlusstreffer für die Duisburger geworden wären und nur mit letzter Kraft oder der Abseitsposition von Kingsley Onuegbu verhindert werden konnten. Auch der Spielaufbau ließ erneut etwas zu wünschen übrig, gerade bei den angreifenden Duisburgern wäre ein konsequent ausgespielter Konter die endgültige Entscheidung gewesen. Nichtsdestotrotz kann man über die 3 Punkte an der Saale erfreut sein und nun wieder etwas entspannter auf die verbleibenden Spiele vor der Winterpause schauen. Das lag vor allem an den Auftritten der übrigen Leistungsträger um Gogia, Furuholm und Bertram, aber auch an der überraschend guten Leistung der Startelfneuzugänge um Pierre Becken und Pierre Merkel. Besonders letzterer zeichnete sich durch den Arbeitseinsatz aus, den die sportliche Leitung des HFC zuletzt von ihm erwartet hatte. Gut möglich, dass Merkel nach seinem Siegtreffer im Pokal nun auch in der Liga seine zweite Chance nutzt.

FOTO: Marcus Bölke

   

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