Hallescher FC: Glücklich im Mittelmaß

Zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen stehen im Jahr 2016 bislang in der Bilanz des Halleschen FC. Der Klub pendelt sich im soliden Mittelmaß der Tabelle ein, weder nach oben noch nach unten scheinen große Ausschläge bevorzustehen. Trainer Stefan Böger hat deshalb jetzt schon Zeit, sich über seinen neuen Job Gedanken zu machen.

Im Mittelfeld der Dritten Liga ist der Hallesche FC zuhause. Seit dem Aufstieg aus der Regionalliga sprang für den HFC zwei Mal Platz zehn und ein Mal Platz neun raus, es spricht viel dafür, dass auch diese Saison im Niemandsland der Tabelle endet. Zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen im Jahr 2016 – eine im Höchstmaß mittelmäßige Bilanz. Das klingt jedoch unangenehmer, als es ist: In Halle können sie froh darüber sein, dass sich ihr Verein zu einem etablierten Drittligisten gemausert hat und dass diese Entwicklung auch nach der Entlassung des Langzeittrainers Sven Köhler nicht zu enden scheint.

Eine Niederlage schmerzt besonders

Die Mannschaft des HFC hat den Rückhalt ihrer Fans, auch wenn denen eine Niederlage im neuen Jahr besonders weh getan hat: Nachdem bereits das Hinspiel gegen den Erzrivalen aus Magdeburg verloren ging, mussten sich die Hallenser auch in der Rückrunde mit 1:2 geschlagen geben. Wäre nur eines der beiden Spiele zugunsten der Saalestädter ausgegangen, stünden sie in der Tabelle vor dem FCM – und könnten zumindest mit einem zusammengekniffenen Auge in Richtung Aufstieg schielen. Stefan Böger will von solchen Rechnereien natürlich gar nichts wissen. Kürzlich sagte er in einem Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung", er sei mit der Mission Klassenerhalt angetreten – von daher schaue er zunächst nur auf das Ziel, die 45-Punkte-Marke zu erreichen.

Gedankenspiele für den neuen Job

Dass Böger dieses Ziel verfehlen sollte, scheint angesichts der stabilen HFC-Leistungen unwahrscheinlich. Dennoch wird seine Zeit als Hallenser Coach zum Saisonende definitiv ablaufen, Böger wechselt auf den Posten des Sportdirektors. Angesichts seines künftigen Jobs dürften den 49-Jährigen schon jetzt Gedanken über die Kaderplanung umtreiben. Dass Sören Bertram und Osayamen Osawe zu halten sind, glaubt beim HFC kaum jemand, selbst wenn die Leistungen der beiden Offensivkräfte zurzeit nicht an die der Hinrunde heranreichen. Ob die älteren Spieler wie Tim Kruse, Ivica Banovic oder Marco Engelhardt noch einmal einen neuen Vertrag bekommen, scheint ungewiss – auch Bögers Nachfolger soll ein Wörtchen mitzureden haben. Rico Schmitt gilt momentan als heißer Kandidat für diesen Posten. Einen konkreten Zeitplan, bis wann der neue Trainer unter Vertrag stehen soll, gibt es aber noch nicht.

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