Hallescher FC: Böger will mehr als 60 gute Minuten

Der Hallesche FC hat gegen Erzgebirge Aue besonders in der ersten Halbzeit dominiert – aber zunächst kein Tor erzielt. Der Treffer zum 1:0-Sieg fiel stattdessen in der ausgeglichenen Schlussphase.

Durch den Heimsieg schiebt sich der Hallesche FC in der Tabelle auf den achten Platz und steht damit so gut wie noch nie in der bisherigen Saison da. Die 9.030 Zuschauer im Erdgas-Sportpark mussten aber Geduld mitbringen, erst spät fiel das Tor des Tages durch Sören Bertram.

Osawe und Bertram können es auch als Duo

Timo Furuholm, Osayamen Osawe und Sören Bertram bilden in dieser Spielzeit bislang das Epizentrum der Hallenser Offensivabteilung. Geht beim HFC etwas in Richtung Offensive, dann über diese drei Spieler – der Rest war zuletzt meist mit Defensivarbeiten beschäftigt. Im Heimspiel gegen Aue wurde aus dem Trio ein Duo, da Furuholm wegen muskulärer Probleme pausieren konnte. Osawe und Bertram stellten aber unter Beweis, dass sie auch zu zweit ordentlich wirbeln können. Es war alles andere als Zufall, dass beide Spieler am spielentscheidenden Treffer beteiligt waren.

Der HFC igelte sich nicht hinten ein

Mit lediglich fünf Gegentoren stellten die Auer Veilchen (gemeinsam mit den Würzburger Kickers) vor der Partie die beste Defensive der Dritten Liga. Dennoch igelten sich die Hallenser, anders als zuletzt auswärts in Mainz, nicht hinten ein, sondern zeigten sich und starteten immer wieder Offensivaktionen, insbesondere in der ersten Halbzeit. Dennoch sah es lange nach einem 0:0 aus. "Auch das wäre ein positives Ergebnis gewesen“, sagte Halles Mittelfeldspieler Dorian Diring nach der Partie. "Aber wir hatten heute das Glück gehabt, ein Tor zu schießen. Ein gutes Gefühl.“

 "Da liegt noch viel Arbeit vor uns"

Trotz des Fehlens von Timo Furuholm kombinierte Halle in der Offensive flüssiger als noch zuletzt gegen Mainz. Dennoch fiel das Chancenplus in der ersten Halbzeit, als Halle klar besser war, nicht übermäßig groß aus, wofür Trainer Stefan Böger eine Ursache ausgemacht hatte: "Für klare Chancen fehlte uns der finale Pass. Wir haben viel Aufwand betrieben, uns aber nicht belohnt.“ Letztendlich bot das Spiel mit Bertrams spätem Treffer dennoch ein Happy End. Trotzdem mahnte Böger im MDR: "Jetzt müssen wir daran arbeiten, mehr als 45 oder 60 Minuten guten Fußball zu zeigen. Da liegt noch viel Arbeit vor uns. Wenn uns dies gelingt, kann man etwas weiter nach oben schauen, momentan aber nicht.“

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