Halle macht vor Chemnitz-Spiel die Schotten dicht

Beim Halleschen FC ist vor der Partie gegen den Chemnitzer FC (Sonntag, 14 Uhr, live im MDR) höchste Konzentration angesagt: Die Spieler haben ein Redeverbot mit der Presse. Vor der Rückkehr von Sven Köhler geht in der Saalestadt die Angst um, noch tiefer in den Abstiegskampf reinzurutschen.

Nur drei Punkte aus den letzten sechs Spielen

Seit Stefan Böger beim Halleschen FC das Traineramt übernahm, war der Verein meistens im Mittelfeld der Tabelle unterwegs. Sowohl nach oben, als auch nach unten schien für lange Zeit nicht viel zu gehen. Im Schlussspurt der Saison ändert sich das plötzlich – allerdings ganz und gar nicht im Sinne der HFC-Fans. Nach nur drei Punkten aus den vergangenen sechs Spielen (drei Unentschieden, drei Niederlagen) ist der HFC in den Abstiegskampf hineingerutscht, hat nur noch vier Zähler Vorsprung auf Platz 18.

Dienstreise in die Vergangenheit

In dieser Situation hätte man sich in Halle wohl einen anderen nächsten Gegner als den Chemnitzer FC gewünscht. Die Formkurve der Sachsen zeigte zuletzt mit drei Siegen aus drei Spielen deutlich nach oben, am letzten Spieltag haben die Himmelblauen die Rot-Weißen in der Tabelle überholt. Ein besonderer Aspekt der Begegnung ist zudem Sven Köhlers Dienstreise in die Vergangenheit. Nach acht Jahren im Dienste der Hallenser wurde Köhler im August 2015 entlassen, nun kehrt er in die Saalestadt zurück. Sein Ziel ist es, die Drittligabilanz der Chemnitzer gegen Halle auszugleichen. Bisher führt der HFC in dieser Statistik: Drei der sieben Aufeinandertreffen gewann Halle, zwei Spiele gingen an den CFC und zwei gingen Unentschieden aus.

Interviewverbot bis zum Abpfiff

Beim Halleschen FC war vor dem richtungsweisenden Spiel höchste Konzentration angesagt. Die Spieler hatten in dieser Woche absolutes Redeverbot gegenüber der Presse, am Freitag bricht die Mannschaft zudem zu einem Kurztrainingslager an einem nicht öffentlich genannten Ort auf. Bis zum Abpfiff des Spiels wird auch Trainer Stefan Böger, der sich unter der Woche nach einer Krankschreibung zurückmeldete, keine Interviews mehr führen. Personell wird der Coach am Sonntag nahezu aus dem Vollen schöpfen können. Aus dem Stammteam fällt lediglich Dominic Rau mit einem Pferdekuss aus. Auch der DFB scheint sich der besonderen Brisanz des Duells bewusst zu sein und schickt mit Wolfgang Stark einen Bundesliga-Schiedsrichter. Es ist bereits das zweite HFC-Spiel, das Stark in dieser Saison pfeift. Ein Glücksbringer ist der erfahrene Referee allerdings nicht: Die erste von ihm geleitete Partie mit Hallenser Beteiligung war eine 2:3-Niederlage bei Dynamo Dresden.

 
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