Halle hadert: "Machen es dem Gegner zu einfach"

Nachdem sich der Hallesche FC nach schwachem Saisonstart zwischenzeitlich gefangen zu haben schien, setzte es zunächst gegen Chemnitz (0:3) und nun gegen die Sportfreunde Lotte (1:2) bittere Niederlagen. Immer wieder führen einfache Fehler zu Gegentoren, die Halle das Leben schwer machen. Trainer Rico Schmitt hadert deshalb mit der fehlenden Aufmerksamkeit seiner Schützlinge. 

Zwei Unkonzentriertheiten leiten Niederlage ein

"Wir reißen das ein, was wir uns aufgebaut haben", konstatiert der Chefcoach. Gegen Lotte war sein Team nach einem Bilderbuchkonter zunächst in Führung gegangen: Der wieder genesene Gjasula legte mustergültig auf El Helwe auf, der per Scherenschuss verwandelte. Doch der grandiose Start "hat im Endeffekt nichts gebracht", weiß ein enttäuschter Gjasula. Denn die HFC-Führung hielt nur sechs Minuten. "Es war nur einen kurzen Moment lang schön", erklärt der Kapitän. Denn auf der Gegenseite führte ein Einwurf, bei dem Halle zu unkonzentriert zu Werke ging, zum Ausgleich. Schmitt war ob der Entstehung sichtlich angefressen: "Das kann nicht sein. Es zieht sich wie ein Roter Faden durch die Saison." Und tatsächlich: Kurz nach Wiederanpfiff fiel das 1:2 – erneut nach einer Unachtsamkeit. Bei einem Freistoß stand Heyer viel zu frei und nickte ein. "Da müssen wir in die Manndeckung gehen, das war so abgesprochen", ist Schmitt unzufrieden. Die Entstehung der Standardsituation ärgert den Coach aber viel mehr. "Wir sind am gegnerischen Strafraum und haben einen unnötigen Ballverlust, der dann schließlich zum Freistoß führt", analysiert der 49-Jährige sauer.

Schmitts Appell: Fehler abstellen, besser kommunizieren und wacher sein

Zwar bäumte Halle sich nach dem Rückstand auf und drängt auf den Ausgleich, ein Treffer gelang aber nicht mehr. "Wir haben alles probiert, aber das Quäntchen Glück hat gefehlt", so Gjasula. "Wir müssen nun nach vorne schauen." Sein Trainer sah dies ähnlich, während der Länderspielpause steht einiges auf dem Trainingsplan: "Wir müssen die einfachen Fehler schleunigst abstellen, uns bei Standardsituationen gegenseitig besser absprechen und in den entscheidenden Momenten wacher sein", appelliert er. "Fehler werden in der 3. Liga nicht verziehen", weiß Schmitt. "Wenn wir uns so anstellen, haben wir nicht mehr verdient. Wir machen es dem Gegner zu einfach." Der HFC rangiert mit zehn Punkten wieder in der Abstiegszone und hat in zwei Wochen gegen die SG Sonnenhof Großaspach die nächste Chance auf einen Befreiungsschlag.

 
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