Hallescher FC gegen VfL Osnabrück: The trend is your friend?

Wenn am morgigen Dienstag Abend der Hallesche FC auf den VfL Osnabrück trifft (18.30 Uhr), kommt es in der 3.Liga zum Duell zweier Mannschaften mit aktuell sehr gegenläufigen Ergebnistrends. Doch nicht nur die Ergebnisse der beiden Mannschaften unterscheiden sich, sondern auch die Ziele in der laufenden Saison. Nach sechs Spieltagen hat die eine Mannschaft guten Kontakt zu den Aufstiegsrängen, während die andere sich gerade mühsam aus dem tiefsten Tabellenkeller herausgearbeitet hat. Aufgrund des Wochenspieltags wird es voraussichtlich keine TV-Übertragung geben.

Halle im Aufwind

Die Sorgenfalten auf dem Gesicht von Trainer Sven Köhler nach dem 4.Spieltag waren deutlich zu erkennen. Mit 0 Punkten nach den ersten vier Spielen stand der HFC ganz am Ende der Tabelle. Doch mit zwei Siegen in Folge gegen Elversberg und den jungen VfB Stuttgart, hat man sich zumindest voerst aus dem ärgsten Abstiegssumpf verabschiedet. In beiden Spielen bewiesen die Hallenser dabei Ruhe und Geduld. Gegen Elversberg traf man erst in den Schlussminuten und auch gegen den VfB lies man sich von einem 0:1 Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Die Mannschaft habe gezeigt, dass sie sich von Rückständen nicht aus der Ruhe bringen lasse, sagte Trainer Sven Köhler nach dem Spiel beim VfB. Mit dieser Einstellung müsse man auch das Spiel gegen Osnabrück bestreiten. Personell müssen die Hallenser lediglich auf Björn Ziegenbein verzichten. Fraglich ist allerdings noch Kapitän Maik Wagefeld, der in Stuttgart vorsorglich ausgewechselt wurde, nachdem er umgeknickt war.

Osnabrück lässt viele Fragen offen

Bei den Gästen aus Niedersachsen sieht die aktuelle Situation genau andersherum aus, als beim HFC. 10 Punkte aus den ersten vier Spielen bedeuteten die Tabellenspitze gemeinsam mit dem SV Wehen Wiesbaden. Doch in den letzten Spielen läuft nicht mehr viel zusammen. Ein 0:0 in Saarbrücken lässt sich sicherlich noch nicht als negativ ansehen, doch das Ausscheiden im Niedersachsenpokal, die Heimniederlage gegen Rostock trotz 1:0 Führung und auch das 2:2 gegen die Stuttgarter Kickers, ebenfalls nach 1:0 Führung, sind nicht die Ausbeute, die ein Aufstiegskandidat braucht. Selbst Führungen brachten keine Ruhe ins Spiel der Niedersachsen. Vielleicht hat das neu zusammengewürfelte Team in den ersten Spielen etwas über seinem Niveau gespielt und muss sich nun erst einmal finden, was ein ganz normaler Prozess in einer Saison wäre. Um sich qualitativ zu verstärken hat man sich vom Rivalen aus Bielefeld noch durch Pascal Testroet im Sturm verstärkt. Personell stehen dem VfL alle Spieler zur Verfügung.

Prognose: Der aktuelle Trend spricht zwar für den Halleschen FC und auch die Tatsache, dass sie durch ein Heimspiel die eigenen Fans im Rücken haben kann den Hallensern als Vorteil angerechnet werden. Qualitativ hat der VfL einfach den höheren Anspruch oben mitzuspielen und in die Erfolgsspur zurückzukehren. Trainer Walpurgis hat einige Optionen um seine Mannschaft zu verstärken und Spieler 1:1 zu ersetzen. Einen klaren Favoriten wird man bei diesem Spiel nicht finden, doch sprechen die für den Fußball aussagekräftigen Fakten, nämlich die Spielstärke und die Qualität des Kaders leicht für den VfL Osnabrück.

Mögliche Startaufstellung

Halle: Kleinheider – Baude – Kojola – Franke – Ziebig – Schmidt – Wagefeld (Gogia) – Zeiger – Schick – Müller – Furoholm

Osnabrück: Fernandes – Pisot – Stadel – Neumann – Dercho – Nagy – Merkens – Feldhahn (Ornatelli) – Hohnstedt – Spann – Grimaldi (Testroet)

 

FOTO: Flohre Fotografie

   
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