Halle gegen Darmstadt: Köhler will nach Pokalaufregung Konstanz

Wenn der Hallesche FC am kommenden Samstag um 14 Uhr auf den SV Darmstadt 98 trifft (live im Ticker auf liga3-online.de) stehen sich auf dem Platz des ERDGAS-Sportparks zwei Mannschaften gegenüber, die man durchaus als Überraschungsteams bezeichnen könnte. Die Gäste aus Darmstadt überraschen seit Wochen mit konstant starken Leistungen und kletterten zuletzt auf Platz zwei in der Tabelle. Der HFC wusste schon gegen Teams wie Osnabrück oder Regensburg zu überraschen und hat definitiv noch Luft nach oben.

Gogia in der Liga nicht gesperrt

Die Länderspielpause lief für die Elf von Trainer Sven Köhler etwas aufregender ab, als bei den meisten ihrer Konkurrenten. Der HFC hatte in Wernigerode im Landespokal mächtig zu ackern und zeigte einmal mehr sein etwas laxes „Pokalgesicht“, was die etwas milderen Leistungen auf Landesebene im Vergleich zu den teils starken Spielen in der Liga beschreibt. Als sei es nicht genug gewesen, dass sich die mauen Schiedsrichterleistungen auch im Landespokal gegen die Hallenser wandten – Gogia sah nach mehrfachem Kontakt mit als Wurfgeschosse umfunktionierten Bierbechern aus dem Gästeblock für eine „abfällige Geste“ Gelb-Rot – verletzte sich auch Torwart Pierre Kleinheider nach nur wenigen Minuten. In den letzten Tagen war daher fraglich, ob der starke Schlussmann am Samstag gegen Darmstadt auflaufen kann. Neusten Erkenntnissen zu Folge wird dies aber wohl der Fall sein. Gleiches gilt für alle anderen vom Gegner aus Wernigerode hart attackierten  Spieler des HFC. Dass das Spiel nach besagten Provokationen aus dem Gästebereich kurz vor dem Abbruch stand, beruhigte die etwas stressige Stimmung an der Saale keinesfalls. Die Mannschaft ist zwar bester Laune, aber Köhler will Konstanz sehen und möglichst bald die Früchte der harten Arbeit vollständig tragen. Ein Sieg gegen Darmstadt wäre ein erstes Ausrufezeichen. Nicht mitwirken werden weiterhin die gesperrten Robert Schick und Toni Lindenhahn, Gogias Sperre gilt nicht für die Liga.

Kein unangenehmerer Gegner als Darmstadt

Die Gäste demgegenüber sind mitten in einer rosa-blauen Lilienwelt. Kein Verein kann bisher so zufrieden mit der Ausbeute in der Liga sein, wie die Mannschaft von Dirk Schuster. Von Kopf bis Fuß scheint die Mannschaft vor Motivation nur so zu strotzen und anders als die meisten anderen Konkurrenten haben die Lilien mit Dominik Stroh-Engel eine Art Torgarantie in der Spitze. Doch auch Spieler, wie der agile Milan Ivana oder Kapitän Aytac Sulu geben der Mannschaft Qualität, auch wenn Darmstadts Erfolg nach der letzten etwas enttäuschenden Saison zweifelsohne  überraschend ist. Trotzdem gibt es auch im eigenen Stadion momentan wohl keinen unangenehmeren Gegner als die Darmstädter, die im Spiel am Samstag wohl nur auf Marco Sailer (Muskelfaserriss) verzichten müssen. Für ihn könnten da Costa oder Schmidt in die Startelf rücken.

Fazit: Darmstadt ist DAS Team der Stunde in der 3. Liga und Halle wird einiges in die Waagschale werfen müssen, um vor heimischem Publikum gegen diese Lilien zu gewinnen. Gelingt das allerdings, wäre das ein starkes Machtwort und könnte den HFC theoretisch bis auf Platz sieben vorrücken lassen. Darmstadt könnte sich hingegen auf den Aufstiegsplätzen fest spielen.

So könnten sie spielen:

Hallescher FC: Kleinheider (Kisiel) – Brügmann, Kojola, Franke, Ziebig – Baude, Zeiger, Gogia, Müller, Bertram – Furuholm

SV Darmstadt 98: Zimmermann – Berzel, Sulu, Gorka, Stegmayer – Ivana, Gondorf, Behrens, Heller – da Costa/Schmidt, Stroh-Engel

FOTO: Marcus Bölke

   
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