Härtel trotz 1:3 nicht unzufrieden: "Haben klar dominiert"

Nach zuletzt sieben Spielen in Folge ohne Niederlage musste sich Hansa Rostock am Samstag beim 1:3 gegen Dresden erstmals seit Ende September wieder geschlagen geben. Es war die höchste Heim-Pleite unter der Regie von Trainer Jens Härtel, doch unzufrieden zeigte sich der Hansa-Coach nicht.

Drei Gegentore in 27 Minuten

Auch wenn die Kogge erstmals seit über zwei Jahren wieder drei Gegentore in einem Heimspiel kassierte und auch im siebten Spiel in Folge nicht gegen Dresden gewinnen konnte, befand Härtel nach Spielende im "MagentaSport"-Interview: "Gegen eine Topmannschaft haben wir wahrlich kein schlechtes Spiel gemacht." Der 51-Jährige ging sogar noch einen Schritt weiter und meinte: "Wir haben klar dominiert." Allerdings leistete sich die Kogge vor allem im ersten Durchgang zahlreiche Fehler in der Defensive und musste innerhalb von nur 27 Minuten drei Treffer hinnehmen.

"Drei Chancen, drei Tore", stellte Härtel eine hohe Effizienz bei den Sachsen fest, haderte gleichzeitig aber auch mit der Entstehung der Tore: "Das erste Tor legen wir selbst auf (Fehlpass von Roßbach, d. Red.), beim zweiten schlafen wir und das dritte ist auch besser zu verteidigen." So sei es "einfach ärgerlich" gewesen, nach 40 Minuten mit 0:3 hinten zu liegen, "obwohl wir besser im Spiel waren". Doch mehr als den Anschlusstreffer von Pascal Breier (43.) brachte die Kogge nicht zustande – es fehlte im zweiten Durchgang schlicht die nötige Durchschlagskraft. "Wir haben unsere Situationen nicht zu Ende gebracht", sagte Härtel, zeigte sich mit der Art und Weise des Auftritts aber dennoch "nicht unzufrieden".

Löhmannsröben: "Es lief nur auf ein Tor"

Auch in den Ausführungen von Jan Löhmannsröben war zunächst keine Unzufriedenheit über die Niederlage zu vernehmen: "Wir haben ein super Spiel gemacht. Es lief nur auf ein Tor", meinte der 29-Jährige. Dresden sei einfach "brutal effektiv" gewesen. Doch je länger der Defensivspieler über das Spiel sprach, desto deutlicher wurde, dass er eben doch nicht wirklich zufrieden war: "Es kotzt mich an, dass uns vorne die Galligkeit fehlt. Wir hatten viele gute Szenen und hätten einen Riesenschritt machen können."

Stattdessen habe Hansa "einen aufs Maul bekommen". Auf Sicht von Löhmannsröben aber genau zur richtigen Zeit: "Vielleicht braucht man hin und wieder einen auf die Fresse. Manchmal hast du die Scheiße einfach gefressen", sagte der 29-Jährige in seiner typischen Manier. Nun gelte es, wieder aufzustehen und es wieder gut zu machen. Die Gelegenheit dazu erhält Hansa bereits am Mittwoch, wenn es gegen den 1. FC Magdeburg geht – für zahlreiche Rostocker ist es die Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Wiedergutmachung wird Hansa allein schon deswegen betreiben wollen, damit der Kontakt nach ganz oben nicht verloren geht. Bei einem Spiel weniger ist Hansa derzeit nur Siebter.

   
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