Härtel nach 1:3 in Erfurt angefressen: "Selten dämlich"

Als Christian Beck am Montagabend beim Spiel in Erfurt nach 66 Minuten das verdiente 1:0 für den 1. FC Magdeburg erzielte, sprach vieles für einen Auswärtssieg der Elbstädter. Doch innerhalb von nur fünf Minuten gab der FCM das Spiel überraschend aus der Hand und ging als Verlierer vom Platz. Entsprechend angefressen war Trainer Jens Härtel nach Abpfiff.

"Das Spiel dürfen wir niemals verlieren"

Im Interview mit dem "MDR" konnte der 49-Jährige seine Enttäuschung kaum verbergen. Dass der FCM die Partie trotz Führung innerhalb so kurzer Zeit aus der Hand gab, sei "selten dämlich" gewesen, fand der FCM-Coach deutliche Worte und haderte mit dem Auftreten seiner Mannschaft. Vor allem die Tatsache, dass die ersten beiden Gegentore nach "dummen Standards" fielen, wie es Christian Beck formulierte, brachte Härtel auf die Palme: "Solche Tore dürfen wir nicht kassieren. Das war nicht gut verteidigt." Und während hinten die Zuordnung nicht stimmte, ließen die Elbstädter vorne gleich mehrere Großchancen liegen. "Das Spiel dürfen wir niemals verlieren", schimpfte Härtel und sah eine "unnötige Niederlage". Es war die fünfte der bisherigen Saison. Und die erste nach zuletzt fünf Siegen in Folge.

Die Schärfe fehlte

Doch auch abgesehen von den Gegentoren "haben wir nicht gut gespielt", musste der FCM-Trainer zugeben. Vor allem spielerisch konnten die Elbstädter nicht an die starken Auftritte vor der Winterpause anknüpfen, als sie die Gegner teilweise an die Wand spielten. Letztlich habe die Schärfe gefehlt, analysierte Härtel. "Wir wollten heute kein Aufbaugegner sein", gab Beck nach Abpfiff zu Protokoll und sprach von einer "sehr, sehr ärgerlichen" Niederlage. In der Tabelle verpasste der FCM die Tabellenführung, befindet sich als Zweiter mit sieben Punkten Vorsprung auf Platz drei aber nach wie vor in einer komfortablen Ausgangslage. Jetzt gelte es den "Mund abzuputzen", so Beck, und am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den SV Meppen die ersten drei Punkte des Jahres einzufahren.

 

   
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