Härtel hadert doppelt: "Spiel hat Schlaglöcher hinterlassen"

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge musste der 1. FC Magdeburg beim 0:1 in Rostock wieder einen leichten Rückschlag im Aufstiegskampf hinnehmen. Vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit war die knappe Niederlage letztlich bitter.

FCM nutzt Chancen nicht

Als Trainer Jens Härtel auf der obligatorischen Pressekonferenz nach Spielende sein Statement abgab, tat er dies mit ernster Miene. Der 48-Jährige wusste: Diese Niederlage war unnötig. Zwar sei die Führung des F.C. Hansa zur Pause verdient gewiesen, "doch in der zweiten Halbzeit hätten wir mindestens ein Tor machen müssen", haderte der FCM-Coach. Die Chancen dazu waren zweifelsfrei vorhanden, allein Julius Düker vergab zwei dicke Gelegenheiten, zudem scheiterte Erdmann kurz vor Schluss mit einem Kopfball an Hansa-Keeper Janis Blaswich.

"Wir haben uns leider nicht belohnt", fasste Härtel den Auftritt seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit zusammen. "Wenn wir treffen, nehmen wir hier zumindest einen Punkt mit – vielleicht wäre dann sogar noch mehr möglich gewesen", sagte der FCM-Coach, wollte seiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen: "Der Auftritt in der zweiten Halbzeit muss uns Mut machen." Vor allem über die Flügel übten die Elbstädter in den zweiten 45 Minuten viel Druck aus, zeigten sich dann aber nicht kaltschnäuzig genug.

Beck und Niemeyer verletzt

Ein Grund dafür: Mit Christian Beck (55. Minute) und Michel Niemeyer (73.) mussten gleich zwei Offensivspieler verletzt ausgewechselt werden, weshalb Härtel nach Abpfiff mit der zweiten Halbzeit doppelt haderte: "Das Spiel hat Schlaglöcher hinterlassen." Während Beck sich laut Härtel eine schmerzhafte Oberschenkelprellung zugezogen hat, war Niemeyer im Rasen hängen geblieben. Ob Letzterer am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen Zwickau auflaufen kann, ist noch offen: "Das könnte schwierig werden", prognostizierte der FCM-Coach.

Doch abgesehen von der fehlenden Kaltschnäuzigkeit und den Verletzungen: Dass Magdeburg letztlich als Verlierer vom Platz gegangen ist, lag auch an der schwächeren ersten Halbzeit. "Wir haben uns zunächst schwer getan", musste Härtel zugeben. Vor allem in den Zweikämpfen war Hansa griffiger, zudem erlaubte sich der Tabellenführer ungewohnt viele Ballverluste – und blickt somit auf eine ärgerliche Niederlage zurück.

Es gab aber auch eine gute Nachricht: Weil Paderborn gegen Würzburg nicht über ein 0:0 hinaus kam, bleibt Magdeburg weiterhin Tabellenführer, wenngleich der Vorsprung auf Wiesbaden und Rostock leicht geschmolzen ist. Auf die Leistung in der zweiten Halbzeit können die Elbstädter aber aufbauen.

   
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