"Haben als Mannschaft versagt": Dotchev wird deutlich

Viel hatte sich der F.C. Hansa Rostock für das Auswärtsspiel in Jena vorgenommen, umso größer war nach Abpfiff die Enttäuschung über die schwachen Vorstellung bei der 0:1-Pleite. Entsprechend deutlich wurde Trainer Pavel Dotchev, der sich darüber hinaus überrascht zeigte.

"Das war richtig schlecht"

Als der Hansa-Coach auf der Pressekonferenz nach Spielende das Wort ergriff, kam er schnell zum Punkt: "Es war eine sehr deutliche Angelegenheit – da gibt es nicht viel zu analysieren." Über die gesamten 90 Minuten fand Hansa nicht ins Spiel, vor allem in der ersten Halbzeit agierte die Kogge erschreckend schwach – sehr zur Verwunderung von Dotchev: "Ich war überrascht, dass wir so schlecht gespielt haben", analysierte der Übungsleiter bei "Hansa-TV" und versuchte erst gar nicht, die Niederlage schön zu reden: "Wir haben als Mannschaft versagt und eine richtige schlechte Leistung abgeliefert."

Klare Worte des Bulgaren, der vor allem den Einsatz seiner Mannschaft bemängelte. "So kann man nicht auftreten." Was Dotchev meint: Viel zu selten kam Hansa am Samstag in die Zweikämpfe, zudem erlaubten sich die Norddeutschen ungewöhnlich viele Fehlpässe. Auch im Spiel nach vorne präsentierte sich Hansa schwach wie selten und erspielte sich keine echte Torchance. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison hing Stürmer Soufian Benyamina in der Luft.

Hansa hätte ein Unentschieden nicht verdient gehabt

Nach der Pause fand Rostock zwar etwas besser in die Partie, hielt das überschaubare Niveau der ersten 45 Minuten aber bei. Und selbst der Plan, zumindest einen Punkt mitzunehmen, misslang. Fünf Minuten vor dem Ende nahm sich Florian Brügmann ein Herz und hämmerte das Leder aus über 20 Metern volley ins Netz. Kurz danach schwächte sich Jena zwar selbst, sodass Hansa in den letzten Momenten der Partie in Überzahl agierte, doch mehr als einen Kopfball von Oliver Hüsing brachte die Kogge nicht zustande.

"Mit ein bisschen Glück hätten wir vielleicht einen Punkt mitnehmen können, doch so wie wir gespielt haben, hätten wir das nicht verdient gehabt", musste Dotchev offen und ehrlich zugeben. Sein Fazit: "Jena hat uns vorgemacht, wie man spielen muss." Besonders bitter für Hansa: Nach der Pleite beträgt der Vorsprung auf den Aufsteiger nur noch drei Punkte – dabei trennen beide Teams acht Plätze. Die Blicke müssen vorerst also wieder nach unten gerichtet werden. Auch Kapitän Amaury Bischoff gab nach Spielende zu: "Wir sind noch nicht reif für die Spitzenplätze."

Dotchev fordert Sieg gegen Osnabrück

Eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt also? Für Dotchev schon: "Wir haben gesehen, dass wir so nicht mehr auftreten können." Auf den Hansa-Coach wartet in der anstehenden Woche viel Arbeit, dennoch ist die Zielvorgabe für das kommende Heimspiel gegen Osnabrück am kommenden Freitag klar: "Wir müssen unbedingt gewinnen", fordert Dotchev. Dafür bedarf es allerdings einer deutlichen Steigerung – sowohl was den Einsatz angeht, als auch im Offensivspiel.

   
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