Große Erleichterung in Halle: "Wir können noch gewinnen"

Hinterher waren sich alle Beteiligten einig: Mit dem Halleschen FC hatte im Spiel gegen Wiesbaden nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft gewonnen. Daran stören mochte sich aber niemand, zu groß war die Erleichterung nach dem ersten Sieg seit April.

Erster Heimsieg in diesem Jahr

Lange 154 Tage musste der HFC auf einen Sieg warten, am Samstag war es wieder soweit. Damit endete zeitgleich auch eine Serie von elf (!) Heimspielen ohne Sieg. Die Erkenntnis der Partie fasste HFC-Trainer Rico Schmitt nach dem 2:1-Erfolg gegen Wehen Wiesbaden in aller Kürze zusammen. "Wir können noch gewinnen", sagte ein sichtlich erleichterter HFC-Coach nach dem ersten Heimsieg seines Teams in diesem Jahr und dem ersten Erfolg überhaupt seit April. Martin Röser (32.) und Petar Sliskovic (66.) sorgten für Jubelstimmung in Halle, der Gegentreffer von Manuel Schäffler (39.) fiel deshalb nicht mehr ins Gewicht. "Wir haben in einer Phase, in der Wiesbaden richtig Druck gemacht hat, den Siegtreffer gemacht", freute sich Schmitt auf der Pressekonferenz. Und Mittelfeldspieler Röser sagte gegenüber dem Vereins-Kanal: "Wir wissen um unsere Qualitäten. Heute haben wir alles gezeigt, was wir auf den Platz bringen wollten." In der Tat agierte Halle bissig, war ein unangenehmer Gegner, wenngleich Wiesbaden das spielbestimmende Team war. Deshalb fasste Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm hinterher zusammen: "Heute hat nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft gewonnen."

Viel Lob für Sliskovic

Ein Sonderlob seines Trainers bekam anschließend noch der Siegtorschütze. "Ich habe schon im letzten Herbst gesagt, dass Petar seinen Weg machen wird. Er ist ein Synonym dafür, dass es im Fußball immer weitergeht", sagte Schmitt über Sliskovic, der in der letzten Saison noch einen schweren Stand hatte in Halle und erst bei seiner Leihstation Mainz II wieder zu alter Form fand. Sechs Tore erzielte der Kroate für die Rheinhessen in der Rückserie, in Halle knüpft er nun daran an. Mit vier Tore in sieben Spielen ist Sliskovic nicht nur bester Schütze seines Teams, gegen Wiesbaden führte er den HFC als Kapitän aufs Feld und überzeugte in beiden Rollen. Es ist ein Signal zur richtigen Zeit, schließlich wartet am kommenden Wochenende ein schweres Auswärtsspiel bei Fortuna Köln. Ein Sliskovic in Top-Form würde dem HFC auch dort gut zu Gesicht stehen.

 

   
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