Große Enttäuschung beim VfL Osnabrück: "Tut extrem weh"

Was für ein bitterer Nachmittag für den VfL Osnabrück! 2:0 zur Pause geführt, am Ende aber dennoch als Verlierer vom Platz gegangen. Trainer Tobias Schweinsteiger war nach dem 2:3 in Dresden bedient und übte Kritik, in die er sich auch selbst mit einbezog.

Drei Gegentore binnen 18 Minuten

Erst ein kurioses Eigentor von Michael Akoto (36.), dann ein Kopfballtreffer von Robert Tesche (39.): Die erste Halbzeit im Rudolf-Harbig-Stadion hätte für den VfL Osnabrück nicht besser laufen können, vieles sprach zu diesem Zeitpunkt für einen Auswärtssieg. Doch im zweiten Durchgang drehte Dynamo dann plötzlich auf – und bog die Partie binnen 18 Minuten um. "Nach dem 1:2 hat das Spiel eine Dynamik angenommen, die scheiße für uns war", nahm Timo Beermann beim "Vereins-TV" kein Blatt vor den Mund.

Gerade mal acht Minuten waren zu diesem Zeitpunkt in der zweiten Halbzeit auf der Uhr. Dabei hatten sich Beermann und Co. in der Pause vorgenommen, "dass wir sie erst gar nicht in der Partie ankommen lassen". Doch der Plan ging nicht auf. "Wir haben es in den ersten zehn Minuten nach der Pause nicht gut gemacht", ärgerte sich auch Trainer Tobias Schweinsteiger am "Telekom"-Mikrofon – und bezog die Kritik auch auf sich selbst: "Ich hätte früher was in der Grundordnung ändern müssen. Denn es war vorherzusehen, dass Dynamo nach der Pause Druck machen wird."

"Enttäuscht" und "niedergeschlagen"

Seiner Mannschaft machte er derweil den Vorwurf, "dass sie in der Offensive nicht zielstrebig genug war". Symbolisch dafür stand eine Konterchance nach dem 1:2, als "unnötigerweise noch ein Pass gespielt wird", so Schweinsteiger, der die Niederlage nicht als Rückschlag bezeichnen wollte, sondern von einem Prozess sprach. In der Schlussphase habe sein Team zwar nochmal "alles nach vorne geworfen" und "Moral gezeigt", doch es reichte nicht mehr, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. "Wir haben etwas liegengelassen. Das tut extrem weh, weil wir gut eingestellt waren." Aus Sicht von Beermann wäre selbst ein Remis zu wenig gewesen: "Nach der ersten Halbzeit hätten es einfach drei Punkte sein müssen." Entsprechend sei er "enttäuscht" und "niedergeschlagen". In der Kabine sei es zudem "sehr ruhig gewesen", berichtete der Verteidiger.

Nach der bitteren Niederlage, die sich der VfL allerdings selbst zuzuschreiben hat, gelte es nun, "den Kopf wieder aufzurichten". Einfacher werden die Aufgaben allerdings nicht, kommt am Samstag mit 1860 München doch der Tabellenzweite an die Bremer Brücke. Allerdings holten die Löwen aus den letzten vier Partien nur einen Sieg und konnten auswärts zuletzt Mitte August gewinnen. Die Chance für den VfL?

   
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