Überraschende Entscheidung: Zapel verlässt Großaspach

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Die SG Sonnenhof Großaspach geht ohne Cheftrainer Oliver Zapel in die neue Saison – das gab der Dorfklub am Dienstag völlig überraschend bekannt. Als Grund wurden unterschiedliche Auffassungen über die Ausrichtung des Vereins genannt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Entscheidung ist am Montagabend gefallen

Wie die SG mitteilte, habe man sich am Montagabend in einer "gemeinsamen Analyse" darüber verständigt, die eigentlich bis 2018 vereinbarte Zusammenarbeit bereits zum 30. Juni zu beenden. "Wir haben in einem sehr offen geführten Gespräch festgestellt, dass wir in der Ausrichtung des Vereins grundlegende unterschiedliche Auffassungen vertreten", begründet Präsidiumsmitglied Michael Ferber die Entscheidung, die von "Respekt, Entschlossenheit und Handlungskompetenz geprägt" sei, und dankte Zapel für seine Arbeit. So habe Zapel die die Mannschaft "zu einem sehr späten Zeitpunkt der Vorbereitung übernommen", zudem befand sich die SG damals im Umbruch. "Diese große sportliche Herausforderung konnte er mit dem frühzeitigen Klassenerhalt in der 3. Liga und der zeitweisen, für alle überraschenden Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen, meistern", führte Ferber weiter aus und betonte: "Oliver wird seinen Weg im Profifußball gehen, davon sind wir fest überzeugt." Nur eben nicht in Großaspach.

Ein "starker innerer Antrieb"

Zapel war Ende Juni 2016 vom Regionalligisten SV Eichede nach Großaspach gewechselt, wo er für Rüdiger Rehm übernahm. Aus den 38 Drittliga-Spielen unter seiner Leitung holte die SG starke 51 Punkte und schloss die Saison auf einem souveränen zehnten Tabellenplatz ab. Der sportliche Erfolg stand laut Zapel daher auch "nie zur Diskussion", allerdings habe er bei sich einen "starken inneren Antrieb" wahrgenommen, nach Höherem zu streben. "Ich wäre dem Verein, vor allem jedoch meiner Mannschaft gegenüber nicht ehrlich, wenn ich die dem Dorfklub zur Verfügung stehenden Ressourcen ignorieren würde", betont Zapel. Es wäre nicht fair gewesen," mit unterschiedlichen Perspektiven, Zielen und Visionen in eine weitere Saison zu gehen", so der 48-Jährige. Dafür sei die gemeinsame Wegstrecke "zu intensiv und erfolgreich" gewesen. Somit endet die nur einjährige Amtszeit beim Dorfklub "ohne Magengrummeln." Zapel betont: "Ich bin ein Teil der SG-Geschichte geworden, jetzt geht für die SG und für mich die Story weiter, allerdings getrennt." Wohin es Zapel zieht, ist noch offen. Die SG will nun Gespräche mit möglichen Kandidaten aufnehmen und "zeitnah" einen neuen Cheftrainer vorstellen.

   

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