Glücklicher Sieg für Erfurt – Darmstadt verliert trotz Überzahl

Rot-Weiß Erfurt konnte sich zum Abschluss des 15. Spieltages im Ostderby gegen den Chemnitzer FC knapp mit 1:0 durchsetzen. Heidenheim feierte einen 1:0-Auswärtssieg in Kiel und Darmstadt unterlag in Burghausen überraschend mit 1:2. Zunächst der Blick nach Erfurt: Rot-Weiß Erfurt erwischte vor 7.000 Zuschauern einen Traumstart und ging bereits 95 Sekunden nach dem Anpfiff in Führung. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte kam Andreas Wiegel an das Spielgerät, umkurvte CFC-Keeper Philipp Pentke und netzte aus spitzem Winkel ein. Die Gäste, die sich am vergangenen Wochenende nach drei Niederlagen in Folge gegen RB Leipzig durchsetzten, zeigten sich jedoch keineswegs geschockt und spielten mit viel Wut im Bauch nach vorne. Schon nach acht Minuten bot sich ihnen die Chance auf den Ausgleich, doch Luka Odak konnte einen Kopfball von Marc Hensel gerade noch so auf der Linie klären. Beide Teams begegneten sich in den weiteren Minuten auf Augenhöhe, wenngleich die Sachsen mehr in das eigene Spiel nach vorne investierten und vor allem nach Ecken und Freistößen immer wieder zu gefährlichen Torchancen kamen. Zur Pause blieb es aber beim 1:0 für die Hausherren.

Erfurt schwächt sich selbst

Die zweite Halbzeit begann mit einer guten Torgelegenheit für die Gäste, als sich Öztürk auf links durchsetzte und einfach mal draufhielt. Der Ball flog jedoch vorbei. Aber auch Chemnitz ließ nicht locker und hätte in der 57. Minute eigentlich zum Ausgleich kommen müssen, doch ein Schuss von Anton Fink wurde erst abgefälscht und dann von Andreas Wiegel auf der Linie geklärt. Nur vier Minuten später gab es die nächste gute Chance für die Gäste zu verzeichnen, als ein Kopfball von Hensel nur knapp vorbei ging. Die Chemnitzer waren in dieser Phase einem Tor deutlich näher als die Erfurter, die zu passiv spielten. RWE schwächte sich zudem noch selbst, als Rafael Czichos in der 61. Minute nach einem unnötigen Foul die rote Karte sah. Die Rot-Weißen wechselten daraufhin gleich doppelt aus und standen nun noch tiefer in der eigenen Hälfte. Mit viel Leidenschaft und etwas Glück brachten sie die knappe Führung dann über die Zeit und fuhren nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg ein.

Halle kassiert späten Ausgleich

Der Hallesche FC kam am Samstag nicht über 1:1 gegen Saarbrücken hinaus. Die Hausherren waren vor 7.000 Fans von Anfang an das bessere Team und kamen bereits in der Anfangsphase zu einigen kleineren Einschussgelegenheiten. Bis zur ersten richtig gefährlichen Chance der Gäste dauerte es bis zur 32. Minute, als Göcer auf einmal frei vor HFC-Keeper Kleinheider stand, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte. Besser machte es wenige Minuten später der Hallesche FC, der nach einem Elfmetertor verdient in Führung ging. Nachdem Nils Fischer der Ball unabsichtlich an die Hand gesprungen ist, entschied Schiedsrichter Stegemann auf Strafstoß, den Sören Bertram schließlich verwerten konnte (36.). Die Hallenser hätten gar noch vor der Pause auf 2:0 erhöhen können, doch zunächst blieb es beim 1:0. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Der FCS wirkte deutlich entschlossener, kam aber nicht zwingend genug vor das Tor. Da aber auch Halle zahlreichen Chancen nicht richtig ausspielte, mussten sie kurz vor dem Abpfiff doch noch den Ausgleich hinnehmen: Maurice Deville war in der 88. Minute zur Stelle und brachte den Ball im Tor unter. Kurz danach war Schluss.

Turbulente Schlussphase in Duisburg

Der MSV Duisburg und die Stuttgarter Kickers trennten sich am Samstag 1:1. Die 12.019 Zuschauer in der Schauinsland-Reisen-Arena sahen im ersten Durchgang ein umkämpftes Spiel, bei dem Torchancen zunächst Mangelware blieben. Vor allem aber in der Anfangsphase gingen beide Mannschaften mit viel Tempo in die Partie und versuchten schnell in Führung zu gehen, was jedoch nicht gelingen sollte. Bis zur Pause gab es dann aber dennoch auf beiden Seiten jeweils eine gute Chance zu verzeichnen. Für den MSV scheiterte Sascha Dum an SVK-Keeper Krauss und bei den Stuttgartern konnte Soriano den Ball nach einem sehenswerten Zuspiel nicht im Tor unterbringen. So ging es mit dem 0:0 in die Pause. Die zweite Halbzeit startete deutlich vielversprechender und so gab es auf beiden Seiten viele gute Chancen, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Die beste Möglichkeit gab es auf Seiten der Duisburger zu verzeichnen, die in der 58. Minute gleich zwei Mal in Folge am gut aufgelegten Torhüter der Kickers scheiterten. Nachdem bereits vieles auf ein 0:0 hindeutete, gingen die Kickers in der 85. Minute überraschend in Führung: Soriano  stand am zweiten Pfosten genau richtig und schob eine Hereingabe zur Führung ein. Die Duisburger reagierten mit viel Wut im Bauch auf den Rückstand und kam wenige Zeigerumdrehungen danach noch zum Ausgleich: Phil Ofosu-Ayeh war zur Stelle (88.). Dabei bleib es dann auch.

Heidenheim wacht rechtzeitig auf: 1:0 gegen Kiel

Die Kieler fanden ohne Abtastphase direkt in die Partie und setzen dem Tabellenführer, der offensichtlich mit defensivspielenden Kielern gerechnet hatte, bereits früh unter Druck. Während die Kieler immer wieder gefährlich im gegnerischen Strafraum auftauchten, fand Heidenheim in den ersten Minuten keine Räume. Die beste Chance der KSV Holstein gab es in der 9. Minute zu verzeichnen, als ein Kopfball von Hartmann nur knapp am Tor vorbeiging.  Erst nach knapp 20 Minuten fand auch der Tabellenführer besser in die Partie und kam zu ersten Tormöglichkeiten. Trainer Frank Schmidt war offensichtlich gar nicht einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft und wechselte daher bereits in der 31. Minute doppelt aus. Kurz vor der Pause bot sich dem FCH dann die große Chance auf die Führung, doch ein Schuss von Schnatterer ging knapp vorbei (44.). So blieb es zunächst beim 0:0. In der 2. Halbzeit präsentierte sich der Favorit deutlich stärker und wurde in der 57. Minute mit dem Führungstreffer belohnt: Smail Morabit kam etwa 25 Meter vor dem Tor frei zum Schuss und netzte sicher ein. Kiel, denen schon zu Beginn des zweiten Abschnittes nicht viel einfiel, zeigte sich geschockt und benötigte einige Minuten, um in die Partie zu finden. Gut 20 Minuten vor dem Ende kämpften sie sich dann mit Leidenschaft zurück in die Partie. Gegen die technisch besseren Heidenheimer fanden sie aber weiterhin keine Mittel. Somit kamen die Heidenheimer zum schlussendlich ungefährdeten Sieg. In der Tabelle liegen sie nun bereits acht Punkte vor dem vierten Rang.

Darmstadt unterliegt in Burghausen

Darmstadt 98 musste sich gegen Wacker Burghausen mit 2:1 geschlagen geben. Die ersten 45 Minuten sind schnell erzählt: Nach einem Beginn auf Augenhöhe wurden die Darmstädter immer besser und gingen bereits in der 7. Minute durch Julius Biada in Führung. Der SV Wacker stand danach für einige Minuten vollkommen neben sich, fand dann aber wieder zu eigenen Spiel zurück und glich kurz vor der Pause mit der ersten Ecke für die Hausherren aus: Thorsten Burkhardt war per Abstauber zur Stelle. In der 2. Halbzeit gingen die Darmstädter wieder offensiver zu Werke und spielten ab der 55. Minute zudem mit einem Mann mehr, nachdem der Burghauser Stefano Cincotta die gelb-rote Karte sah. Es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Darmstädter in Führung gehen würden, doch es kam alles anders: Philipp Knochner erzielte in der 84. Minute den überraschenden Führungstreffer. Dabei blieb es dann auch. In der Tabelle rutschen die Lilien auf den dritten Rang ab.

Hier die weiteren Ergebnisse: RB Leipzig gewann mit 1:0 gegen Dortmund II. Zudem trennten sich Wiesbaden und Regensburg sowie Elversberg und Unterhaching jeweils 1:1.

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

 

 

 

   
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