20. Spieltag: Ziehen Heidenheim, Leipzig und Hansa davon?

Zu einer Drittliga-Konferenz der besonderen Art kommt es heute ab 14 Uhr. Und zwar sind am 20. Spieltag alle 20 Teams der dritthöchsten Spielklasse gleichzeitig im Einsatz. Die Top-Teams aus Leipzig und Heidenheim stehen vor Auswärtsaufgaben, während es zum Duell von Erfurt und Halle kommt. liga3-online.de gibt einen Überblick auf alle Samstagspartien und die letzten Informationen vor dem Anpfiff. Unser Ticker hält Euch wie immer ab 13.30 Uhr auf dem Laufenden! Tabellenführer Heidenheim trifft im Regensburger Jahnstadion auf den dort beheimateten SSV. Gegen den Zweitligaabsteiger aus Bayern muss Coach Frank Schmidt weiterhin auf den Langzeitverletzten Timo Beermann und Ingo Feistle verzichten. Außerdem drohen Michael Thurk, Florian Krebs und Marcel Titsch-Rivero auszufallen. Jahn-Trainer Thomas Stratos hat die Ausfälle von Patrick Haag, Thomas Kurz und dem gesperrten Gino Windmüller zu vermelden. In diesem Jahr sind die Heidenheimer nicht mehr von Platz eins zu verdrängen, dennoch will der Ligaprimus drei Punkte gegen den Tabellen-15. "Sechs Punkte vor der Winterpause", lautet derweil die Marschroute von Frank Schmidt.

Münster reif für Leipzig?

Verfolger RB Leipzig muss zeitgleich gegen die Preußen aus Münster ran. Leipzigs Alexander Zorniger, der ohne vier Spieler (Coltorti, Sebastian, Morys und Franke) ins Münsterland reist, erwartet eine "harte Nuss". Nicht umsonst erwartet der Coach des Zweiten einen starken Gegner. Immerhin zeigten sich die Preußen in den letzten Partien immer wieder verbessert. Ein großer Vorteil der Preußen: Sie können personell komplett aus dem Vollen schöpfen. "Wir haben uns intensiv im Training auf die Partie vorbereitet. Wir sind stark genug, um das Duell für uns zu entscheiden", kündigte Co-Trainer Babacar N’Diaye an. Leipzig bleibt sicher auf Platz zwei – Münster könnte sich mit einem Erfolg weiter ins Mittelfeld katapultieren.

Erfurt und Rostock wollen Anschluss halten

Zwei anderen Teams auf vorderen Plätzen sehnen sich Heimspielen entgegen. Zum einen trifft der Hallesche FC auf Rot-Weiß Erfurt. Als leichter Favorit gehen die Gäste aus Erfurt in die Partie. Mit einem Dreier kann die Elf von Walter Kogler weiter ganz oben dran bleiben. Zumindest am Willen wird es dabei nicht scheitern. So bietet sich Aykut Öztürk erneut an, für den Erfolg des Teams, in den letzten Minuten einzuspringen, auch wenn es notgedrungen "wieder kurz vor Schluss wäre." Hansa Rostock will zeitgleich gegen die SV Elversberg auf den Rängen Geschenke verteilen und auf dem Platz dreifach punkten. Trainer Andreas Bergmann rechnet mit einem "schweren Spiel" gegen die Saarländer. Mit zuletzt zwei Misserfolgen reist der Aufsteiger aus Elversberg in die Rostocker DKB-Arena.

Drei Punkte gegen die Reise ins Niemandsland

Vor dem Sturz ins langweilige Tabellenmittelfeld wollen sich der MSV Duisburg und Darmstadt 98 retten. Der MSV hat Schlusslicht Burghausen zu Gast. Vor einer erneut fünftstelligen Kulisse in der Schauinsland-Reisen-Arena benötigt der Zweitligaabsteiger dringend Punkte, um nicht weiter unten hineinzurutschen. Dem im Weg steht Wacker Burghausen. Das Gästeteam aus Bayern weiß auch mit dem neuen Trainer Uwe Wolf nicht vollends zu überzeugen und steht bereits mit dem Rücken zur Wand. Eine deutlich bessere Ausgangsposition hat neben dem SV Darmstadt 98 auch der Lilien-Gegner VfB Stuttgart II. Im Böllenfalltor-Stadion spielt Platz vier gegen Platz zehn. Uwe Hesse und Rudi Hübner fehlen SVD-Coach Dirk Schuster. Auf Stuttgarter Seite müssen Odisseas Vlachodimos, Milos Degenek und Gratas Sirgedas sicher passen.

Kellerkinder unter Druck

Doch auch im Abstiegskampf geht es hoch her. Teil eins der Trilogie ist die Partie Chemnitzer FC gegen den Tabellenachten Unterhaching. Für die gastgebenden Chemnitzer zählt nur ein Sieg. Da kommt die Partie gegen die momentan formschwachen Hachinger für Trainer Karsten Heine recht. Die CFC-Spieler scheinen den Abstiegskampf auch angenommen zu haben. So sagte Kolja Pusch: "In unserer Situation geht es nur mit 100 Prozent Leidenschaft." Teil zwei ist das direkte Duell vom 1. FC Saarbrücken und Holstein Kiel. Falls die Nordlichter aus Kiel verlieren, droht ihnen erstmals in der laufenden Saison ein Abstiegsrang. Die Verletztenlisten beider Teams sind derweil sehr lang. Maek, Hayer, Kreuels, Eggert, Rathgeber, Ziemer, Glockner, Kruse und Stegerer lauten die Namen auf Saarbrückens Ausfallliste. Etwas kürzer gestalten sich dabei die Ausfälle, die Kiels Karsten Neitzel zu verkraften hat. Marlon Krause, Andy Hebler und Jaroslaw Lindner, ebenso wie Torwart Maximilian Riedmüller sind nicht einsatzbereit.

Osnabrück und Wiesbaden mit Platz drei im Visier

Im dritten Teil spielen die Stuttgarter Kickers Zuhause gegen den SV Wehen Wiesbaden. "Wir gehen in die Spiele, um sie möglichst zu gewinnen. Das ist immer unser Auftrag, auch in Stuttgart, wo wir allerdings auf einen unangenehmen und gefährlichen Gegner treffen werden", wird Wiesbaden-Coach Marc Kienle vor der Partie beim heimstarken SVK zitiert. Auch der SVWW wirft noch ein Auge auf den Relegationsplatz zur zweiten Bundesliga. Ähnlich wie der VfL Osnabrück. Nur drei Punkte trennen Maik Walpurgis und seinen VfL von eben diesem. Im Dortmunder Stadion an der Roten Erde soll der Abstand möglichst verkleinert werden. Einzig die BVB-Reserve steht dem im Wege. Die jungen Borussen ließen am jüngsten Spieltag mit einem 5:0 bei Elversberg aufhorchen und dürften mit viel Selbstbewusstsein gegen die Lila-Weißen antreten.

 

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

 

   
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