Giannikis lässt sich nicht umwerfen: "Lernprozess ist fortlaufend"
Lange Zeit wartete der 1. FC Saarbrücken auf einen Sieg, dann riss Neu-Cheftrainer Argirios Giannikis das Ruder mit seiner Mannschaft herum – und doch musste der 45-Jährige zuletzt auch seine erste Niederlage beim FCS einstecken. Das Heimspiel gegen Jahn Regensburg (Samstag, 14 Uhr) kann dennoch zu einem großen Schritt im Abstiegskampf verhelfen.
"Versuche auch gerne aus Siegen zu lernen"
In Duisburg führten die Saarländer, doch am Ende schlug der Aufstiegskandidat erbarmungslos zurück. Im fünften Spiel musste Argirios Giannikis erstmals als Verlierer vom Platz gehen, doch den FCS wird das zurückliegende Topspiel nicht umwerfen. Die Saarländer werden daraus lernen. "Aber ich versuche auch gerne aus Siegen zu lernen", knüpfte Giannikis an die Thematik an. "Wenn man gewinnt, ist nicht immer alles gut und wenn man verliert, ist nicht immer alles schlecht. Der Lernprozess ist fortlaufend." Im Endspurt der Saison wird Saarbrücken aber noch ein paar Punkte sammeln müssen.
Einen Vorsprung von acht Zählern gegenüber dem ersten Abstiegsplatz konnte sich der FCS bekanntlich schon erspielen. Nun folgt ein Kellerkracher gegen Jahn Regensburg, bei dem eine Mannschaft womöglich einen entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen kann. "Wir haben natürlich gemischte Gefühle, weil wir nach dem Spiel in Duisburg ein ordentliches Pokalspiel (5:0 bei Sechstligist Quierschied; d. Red.) hingelegt haben", erklärte Giannikis, mit welcher Stimmung der FCS in die Partie gehen wird. "Wir werden den Tag nutzen, um ein intensives Videostudium und Training auf dem Platz zu machen. Dann sehen wir uns gut vorbereitet, dass wir Regensburg einen heißen Fight zeigen."
"Den Rest werden wir sehen"
Allerdings wird die Jahnelf einige Unwägbarkeiten mitbringen, denn in Regensburg ging überraschend Cheftrainer Michael Wimmer aus freien Stücken von Bord. "Wir können nicht komplett einschätzen, was sie aufgrund des Trainerwechsels jetzt machen. Der Co-Trainer hat schon zwei, drei Spiele gecoacht, weswegen wir diese Spiele auch analysiert haben. Den Rest werden wir sehen", schätzte Giannikis die Lage ein. Im Endeffekt wird Saarbrücken jedoch den Fokus weiter auf die eigenen Abläufe legen, obwohl die Mannschaft nicht vollständig zur Verfügung steht.
Neben Sebastian Vasiliadis (Wadenverletzung) und Tim Civeja (Gelbsperre) wird möglicherweise auch Patrick Sontheimer wegen Problemen an der Wade fehlen. Manuel Zeitz und Patrick Schmidt konnten hingegen wieder ins Training einsteigen, doch das Spiel gegen Regensburg dürfte für das Duo noch zu früh kommen, um eine ernsthafte Option zu sein. Denkbar ist, dass Pokal-Dreierpacker Amine Groune eine Chance erhält. "Wir sehen im Training, dass er seine Qualität in der Offensive hat. Aber es gehört noch mehr dazu, um Ansprüche auf mehr Einsatzzeiten zu haben", so Giannikis, der seinen französisch-sprachigen Spieler mit Hilfe von Neu-Assistent Gaëtan Krebs unterstützen wird.