"Gewaltbereite Fans? Nicht beim VfL Osnabrück !"

In einem offenen Brief hat VfL-Präsident Dirk Rasch die Vorwürfe des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) zurückgewiesen. Dieser erklärte am Montag in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung": „Die Probleme in […] Osnabrück sind stärker als in Hannover. Wenn es nötig ist, muss die Polizei aber auch in den Fan-Block gehen. Gerade wenn Gewalt angewandt wird, darf man hier nicht zimperlich sein", so Schünemann. Dirk Rasch machte daraufhin im heute erschienen offnen Brief klar:

"Keine größeren Zwischenfällen in den letzten Jahren"

"Auch die Verantwortlichen des VfL Osnabrück verfolgen die zunehmende Gewaltbereitschaft und den in den letzten Wochen wieder vermehrten Einsatz von Pyrotechnik in den Fußballstadien mit größter Sorge und begrüßen es grundsätzlich, dass sich die Innenminister der Länder über dieses Thema Anfang der kommenden Woche mit dem DFB und der DFL beraten. In den vergangenen Jahren ist es zu keinen größeren Zwischenfällen in Fußballstadien unter Beteiligung von VfL-Fans gekommen, die eine derartige Verurteilung der Osnabrücker Ultraszene rechtfertigen würden. Insbesondere in der osnatel ARENA kamen seitens der Heim-Fans in den letzten Spielzeiten keine pyrotechnischen Gegenstände zum Einsatz."

"Gäste sorgten für Probleme – Nicht die Osnabrücker"

"Sofern Ihre Meinung, die Fanszene in Osnabrück wäre von erhöhter Gewaltbereitschaft geprägt, aus den Berichten über  Vorkommnisse im Rahmen der Spiele gegen Holstein Kiel (April 2010), Dynamo Dresden (Relegationsrückspiel im Mai 2011) und Preußen Münster (September 2011) resultiert, sollten Sie doch auch Kenntnis darüber haben, dass es sich in allen drei Fällen um  Ausschreitungen handelte, die von den jeweiligen Fans der Gastmannschaft ausgingen und sich im Gästeblock unseres Stadions abspielten. Osnabrücker Anhänger waren an diesen Vorkommnissen nicht beteiligt."

"Wir distanzieren uns von dieser Darstellung"

"Eine Aussage des Innenministers unseres Bundeslandes, die die Fans eines niedersächsischen Profi-Fußballvereins als Negativ-Beispiel für „autonome Fußball-Chaoten“ anführt, die isoliert und aus den Stadien verbannt gehören, empfinden wir als überzogene und ungerechtfertigte Darstellung, von der  sich der VfL Osnabrück deutlich distanziert."

FOTO: Flohre Fotografie

   
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