Gemischte Gefühle bei Hildmann nach Remis in Cottbus

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Der 1. FC Kaiserslautern und der FC Energie Cottbus lieferten sich am Samstag eine zähe Partie ohne allzu viele Höhepunkte, die am Ende 1:1 ausging. Der Punktgewinn des FCK kam dabei kurz vor knapp und war so ziemlich das einzig Positive, was Sascha Hildmann der Partie abgewinnen konnte.

"Kein gutes Fußballspiel"

Am Ende des Spiels war Sascha Hildmann durchaus glücklich mit dem Ergebnis – auch, wenn der FCK-Coach beim abstiegsbedrohten FC Energie Cottbus wahrscheinlich eher auf einen dreifachen Punktgewinn gehofft hatte. Doch nachdem die Gastgeber die Roten Teufel in der 80. Minute sogar in Rückstand gebracht hatten, war der Trainer am Ende ganz froh um den entführten Punkt: "Wenn du so kurz vor dem Schluss den Ausgleich erzielst, fühlt sich das immer gut an", gab Hildmann gegenüber "Magenta Sport" zu, schränkte aber umgehend ein: "Sicherlich hatten wir vorher schon Phasen, wo wir vieles besser machen können."

Gerade die erste Hälfte sah eigentlich aus, als könnte der FCK mehr mitnehmen: Rein an den Spielanteilen gemessen hatten die Gäste vom Betzenberg durchaus Übergewicht. In der Chancenerarbeitung hingegen haperte es an diesem Samstagnachmittag: "Im letzten Drittel haben wir oft schlechte Entscheidungen getroffen oder waren nicht wirklich zwingend", befand Hildmann. Ein Umstand, der den FCK auch schwerer hätte treffen können: Die defensiv stabil stehenden Cottbuser hatten unter anderem durch Gjasula und de Freitas zwar wenige, aber zumindest bessere Chancen als die Gäste: "Umschaltmomente haben wir auch schlecht genutzt" monierte Hildmann.

Psychologisch wichtiger Punkt

Nach dem Wiederanpfiff bekam der FCK auch im Spielaufbau Probleme: "In der zweiten Hälfte ist es schlechter geworden. Dann war es auch kein gutes Fußballspiel mehr", befand Hildmann, dessen Mannschaft mit den aggressiv agierenden Cottbusern ihre liebe Müh hatte: "Bei Energie geht es um sehr, sehr viel. Das merkst du auch." Dementsprechend groß war der Jubel beim Cottbuser Anhang, als FCK-Torhüter Lennart Grill den in den Sechzehner einlaufenden Schlüter zehn Minuten vor Schluss abräumte und Schiedsrichter Tobias Reichel auf den Elfmeterpunkt zeigte: "Der Lenny kommt zu spät und Schlüter nimmt das dankend an. Hätte ich auch gemacht – ist ein Elfmeter, klar", gab Hildmann unumwunden zu.

Gjasula verwandelte, doch der FCK hatte noch einen im Köcher: Einen von Albaek geschossenen Freistoß verlängerte Thiele zu Löhmannsröben, der einfach flach draufhielt – und traf: "Wir haben gesagt, diesmal brauchen wir noch ein Ding. Wir haben so viel Dreck gefressen in letzter Minute", so der Torschütze mit Blick auf vergangene Spiele, in denen man sich in der Schlussphase eher noch einen Treffer fing. Auch der Coach maß dem späten Punktgewinn gerade psychologisch große Bedeutung bei: "Ich bin froh, dass er den gemacht hat. Das ist immer gut für das Selbstvertrauen", wusste Hildmann, der bilanzierte: "Wir haben jetzt 45 Punkte. Wir hätten gerne mehr, ich glaube, es war auch mehr drin. Es ist aber nunmal so in diesem Jahr."

   

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