"Gegen Unterhaching muss dann aber wieder ein Dreier her"

In einer kampfbetonten Partie trennten sich die Stuttgarter Kickers und der VfL Osnabrück am Freitagabend vor 2.835 Zuschauern mit einem leistungsgerechten 1:1 Unentschieden. Addy Waku-Menga hatte die Gäste in der 50. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, ehe Elia Soriano mit dem Ausgleichstreffer fünf Minuten später den Endstand herstellte. Damit riss die Heimserie der Schwaben und die Niedersachsen konnten zufrieden nach Hause fahren. VfL-Trainer Maik Walpurgis war zufrieden: "Beide Mannschaften waren sehr offensiv und haben mit offenem Visier gespielt. Wir sind froh, dass wir hier als erste Mannschaft einen Punkt mitnehmen können", so Walpurgis auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Warum es für die Kickers nicht zum fünften Heimsieg gereicht hat und was im nächsten Heimspiel gegen Unterhaching am kommenden Dienstag besser laufen muss, wird im folgenden Artikel von liga3-online.de erörtert.

Kickers hadern mit Chancenverwertung

Die Kickers taten sich lange Zeit schwer gegen die offensiv spielenden Gäste, welche die Blauen oftmals schon in der gegnerischen Hälfte attackierten. Dies ist in den vorherigen Heimspielen auch die Spielweise der Kickers gewesen, allerdings hat das Gegenpressing am Freitag nur selten funktioniert. "Wir müssen unser Spiel einfach konsequenter durchspielen und nicht nur über kurze Strecken der Spiels", fordert Fabio Leutenecker deshalb. Sein Teamkamerad Sandrino Braun hadert mit der Chancenverwertung. "Wir sollten die Chancen besser nutzen, beispielsweise hatte ich ja eine Kopfballchance die gegen den Pfosten ging. Da hätte ich den Ball besser treffen müssen, dann wäre er ins Tor gegangen, “ so der Mittelfeldspieler selbstkritisch. Kritisch äußerte sich auch Sportdirektor Michael Zeyer unmittelbar nach der Partie, allerdings über seine Stürmer. „Die Stürmer haben heute läuferisch wieder zu wenig gezeigt. Da erwarte ich einfach noch mehr läuferischen Einsatz, dass haben wir im Training auch schon mehrmals besprochen.“ Weiterhin ärgerte er sich über eine strittige Schiedsrichterentscheidung, welche dass 1:0 der Osnabrücker ermöglichte. „Das war ein klares Foulspiel an Marc Stein im Mittelfeld“, fühlte er seine Blauen vom Schiedsrichter benachteiligt.

Heim-Siegesserie gerissen

Allerdings waren sich nach dem Spiel auch alle Akteure einig, dass der VfL die bisher stärkste Mannschaft war, die in Reutlingen in dieser Saison aufgetreten ist. "Sie haben sich gut auf uns eingestellt, dass wird uns aber in den kommenden Partien nicht anders gehen. Doch gegen Mannschaften die mit vielen langen Bällen spielen tun wir uns irgendwie schwerer. Dass war auch schon in Duisburg und Bielefeld zu sehen", meint Sandrino Braun. Doch auch wenn die Heim-Siegesserie gerissen ist, gab es auch einiges Positives. "Mit dem Punkt können wir heute ganz gut leben, wir sind nach dem Rückstand auch gut zurückgekommen und haben Moral bewiesen. Gegen Unterhaching muss dann aber wieder ein Dreier her. Auf das Spiel gegen meinen Ex-Klub freue ich mich natürlich ganz besonders,“ äußert sich Torwart Korbinian Müller, der letzte Saison noch für die Hachinger spielte, optimistisch.

FOTO: Julian Lehnhardt

 

   

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