Gegen niemanden erfolgreicher: Ziegners Verbundenheit zu Jena

In zwei Tagen wird Cheftrainer Torsten Ziegner mit dem Halleschen FC in seine zweite Amtszeit starten, um in der neuen Saison wieder anzugreifen. Dazu gehören auch wieder die Partien gegen Ostrivalen Carl Zeiss Jena, zu dem der HFC-Coach eine besondere Verbundenheit hat – und für den er selbst in der 3. Liga auflief.

Zufällig in die erste Mannschaft gerutscht

Um ein Haar hätte es die Begegnung zwischen dem Halleschen FC und dem FC Carl Zeiss Jena in der kommenden Saison nicht gegeben: Halle spielte lange um den Aufstieg mit, Jena rettete sich gerade so vor dem Absturz in die Regionalliga. Auch wenn HFC-Coach Torsten Ziegner am liebsten aufgestiegen wäre, dürfte er sich dennoch auf die Duelle mit seinem Heimatverein freuen: „Seit ich 1990 auf die Sportschule kam, bin ich hier immer verwurzelt geblieben. Jena ist für uns zum Anker geworden“, erzählt er in der „Bild“. Im Jahr 1995 rückte er von den Junioren in die Profimannschaft auf, als Trainer Hans Meyer noch einen Akteur für ein Übungsspiel brauchte. Seitdem war er ein fester Bestandteil des ersten Teams.

Vater für Vereinswahl verantwortlich

Dass der im thüringischen Neuhaus am Rennweg geborene Ziegner nach Jena und nicht auf die Sportschule Erfurt ging, habe er seinem Vater, einem eingefleischten Carl-Zeiss-Fan, zu verdanken: „Da kam nur Jena in Frage, ohne Alternative. Im Rückblick bin ich froh, auf der Ostseite des Thüringer Fußballs gelandet zu sein. Daraus ist eine tiefe Verbundenheit erwachsen“. Nach seinem Abschied 1998 folgten Stationen in Zwickau, Stuttgart, Erfurt und Mainz, ehe er 2004 zurückkehrte und noch sieben Jahre für den FCC die Schuhe schnürte – und 68 Drittliga-Partien für die Thüringer absolvierte. Die Lebensplanung des inzwischen 41-jährigen Vaters zweier Kinder klingt konkret: „Was auch immer die Zukunft bringen wird, Jena wird unser Lebensmittelpunkt und unsere Heimat bleiben“.

Und doch wird die sportliche Entwicklung des HFC das Hauptaugenmerk von Ziegner bleiben, bereits im letzten Jahr zeigte der Coach bei einem 3:0-Sieg und einem torlosen Remis gegen Jena keine Gnade. Überhaupt: Trotz ehrlicher Verbundenheit zu seinem Heimatklub gibt es keinen Klub, gegen den Ziegner als Trainer häufiger spielte und mehr Punkte holte – in zwölf Begegnungen verlor der 41-Jährige nur ein einziges Mal gegen Jena, dem Gegenüber stehen sieben Siege.

   
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