Galerie: So lief die Fan-Rückkehr in den Stadien

Pünktlich zum Saisonstart kehrten die Fans an diesem Wochenende in die Stadien zurück. Ausverkauft waren viele Arenen trotz einer stark begrenzten Kapazität aber nicht. Ein Überblick.

2.300 freie Plätze in Magdeburg

Am Freitagabend war es soweit: Erstmals seit dem 9. März fand ein Drittliga-Spiel wieder vor Zuschauern statt. 4.150 Anhänger waren zum Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Dynamo Dresden auf den Betzenberg gepilgert. Die Stimmung im weiten Rund war zwar gut, ausverkauft konnte der FCK allerdings nicht vermelden – genau 835 Plätze blieben frei. Ob es an der frühen Anstoßzeit, am kurzfristigen Verkaufsstart, den Ticketpreisen oder an der Angst vor Corona lag, ist unklar – vermutlich spielten mehrere Faktoren eine Rolle. Allerdings wurde auch in einigen anderen Stadien nicht die komplette zur Verfügung stehende Kapazität genutzt.

In Rostock kamen 7.125 Fans, nachdem das Ostseestadion im Pokalspiel gegen Stuttgart noch mit 7.500 Fans ausverkauft war. Die eingeführte Maskenpflicht auf der Südtribüne wurde dabei weitgehend eingehalten. Das Sachsen-Anhalt-Derby zwischen Magdeburg und Halle lockte derweil nur 5.200 Fans an – damit blieben 2.300 Plätze frei. Der Grund: Die aktive Fanszene um Block U blieb dem Spiel wie angekündigt aufgrund der weiterhin nicht geklärten Umstände zum Tod von Fan Hannes vor vier Jahren fern.

Nur drei Stadien ausverkauft

Dass auch in Zwickau nicht alle Plätze gefüllt waren (2.621 statt 3.606), hatte neben einer Drucker-Panne auf der Geschäftsstelle wohl auch organisatorische Gründe: "Weil wir Mitgliedern beim Kauf Vorrang einräumen, dauert es eine Weile, bis wir alles geprüft haben, wer unserem Verein angehört und auch nicht im Beitragsrückstand liegt", erklärt Jörg Schade, Leiter Spielbetrieb, gegenüber der "Freie Presse". Auch das Heimspiel des FC Ingolstadt gegen Uerdingen (2.813 statt 3.040) war nicht ausverkauft.

In Lübeck (1.860), Wiesbaden (630) und Meppen (500) gingen dagegen alle verfügbaren Tickets über den Tisch. Die Partie zwischen Bayern II und Türkgücü fand ohne Fans statt, da die 7-Tage-Inzidenz in München über dem Grenzwert von 35 lag. Zum Montagsspiel zwischen Waldhof Mannheim und Viktoria Köln kamen 2.752 Fans ins Carl-Benz-Stadion – 791 Plätze blieben damit frei.

Die Fan-Rückkehr in der Galerie:

Arrow
Arrow
1. FC Kaiserslautern, 4.150 Zuschauer - © imago images
Slider

   
  • DM von 1907

    Ich habe die Spiele in Kaiserslautern und Lübeck geschaut. Weniger Zuschauer allein bringt gar nichts, wenn diese das machen, was auch früher in einem ziemlich leeren Stadion passiert ist: Man sitzt oder steht in Grüppchen dicht beieinander, und große Teile des Stadions bleiben ganz leer.

    Masken haben immer die Kommentatoren und Moderatoren auf – doch die brauchen sie am wenigsten. Masken auf den Rängen dagegen im "Dicht-an-dicht": geschätzt unter 5 Prozent.

    • Max T.

      Die beiden Vereine werden dankbar sein, dass deine Schätzung der Nicht-Maskenträger für die Festlegung der Zuschauerzahlen in den nächsten Spielen keinerlei Wert haben.

      • DM von 1907

        Das kann sich sehr schnell ändern.

  • Max T.

    @Kunde: Im Süden und Westen mag das bald der Fall sein. Bei uns im Norden hat sich trotz der Masse an Urlaubern + 1 Woche nach dem Pokalspiel im OS trotz mancher Unken-Rufe auf dieser Seite kaum was getan. Ganz so papierhaft kann das mit dem Hk. bei uns also nicht sein ;)!

  • Kunde

    Nur ein Frage der Zeit bis die Zuschauer wieder rausfliegen. Leute dicht an dicht und das "Hygienekonzept" hat nur auf Papier bestand.

Back to top button