"Gab alles, was ich an dem Team so liebe": Strobl gerät ins Schwärmen
Gegen den 1. FC Saarbrücken feierte der SC Verl mit einem 3:0 den dritten Sieg in Folge und rückte dadurch vorerst auf den zweiten Platz vor. Selbst Trainer Tobias Strobl kam hinterher kaum aus dem Schwärmen heraus und nahm zudem seinen Matchwinner in Schutz, der sich einen kleinen Passus erlaubt und dafür bestraft wurde.
Mhamdi trifft doppelt und dankt dem Trainerteam
"Oh wie ist das schön" hallte es am Samstagnachmittag durch die Sportclub Arena, wo der SC Verl kurz zuvor seine Partie gegen den 1. FC Saarbrücken mit 3:0 für sich entschieden hatte, um dadurch zumindest für eine Nacht auch auf Rang zwei zu klettern. Die Ostwestfalen hatten gegen die Saarländer dabei durchaus ein paar Startschwierigkeiten und benötigten den zweiten Durchgang, um schließlich durch Treffer von Oualid Mhamdi (51./80.) und Alessio Besio (59.) den 15. Saisonsieg in die Wege zu leiten.
Als "Dosenöffner", wie es Sportclub-Coach Tobias Strobl letztlich bezeichnete, diente dabei eine einstudierte Eckenvariante, die in der Halbzeitpause sogar noch einmal explizit so besprochen wurde. Torschütze Mhamdi veranlasste das dazu, zusammen mit dem Trainerteam zu jubeln – womit er aber auch ein Zeichen setzen wollte. "Wir haben hier alle große Freiheiten, das wissen wir sehr zu schätzen. Ich glaube, das ist nicht so normal. Deswegen kam dieser Jubel unter anderem auch zustande", so der 22-jährige Marokkaner bei "MagentaSport".
"Gab wieder alles, was ich an dem Team so liebe"
Den Erfolg und die aktuelle Tabellenposition wusste Mhamdi im Nachhinein aber auch direkt einzuordnen: "Es ist schön, wenn man darauf blickt. Aber wir wissen auch, es sind für die Jungs noch acht – und für mich sieben – Endspiele in einer Liga, in der gefühlt der Letzte noch Erster werden kann." Ein Spiel weniger für Mhamdi, weil er für das Blocken eines Freistoßes zu vehement Gelb-Rot für Gegenspieler Kai Brünker gefordert hatte und dafür stattdessen selbst seine fünfte Verwarnung bekam. "Ich wusste, dass ich schon vier Gelbe Karten habe und wollte eigentlich vorsichtig sein. Es hat mich in dem Moment aber ein bisschen gereizt und ist für mich dann nicht so gut ausgegangen.“
Tragisch für den Matchwinner, den sein Coach aber anschließend auch in Schutz nahm: "Ich mag das, wenn Spieler mitleben. Also ich wäre traurig, wenn einfach alle Spieler weggehen und es ihnen egal ist", so Strobl, der überhaupt an diesem 30. Spieltag nur warme Worte für seine Truppe überhatte. "Wie wir auch nachverteidigt haben, welche Meter wir in beide Richtungen gemacht haben und wie geduldig wir im Ballbesitz waren. Mit der Standardvariante als Dosenöffner, heute gab es alles wieder, was ich an dem Team so liebe." Zur Belohnung gibt es nun – nach dem Landespokalspiel am Mittwoch – fünf Tage frei. Weil die Leute es verdienen", so Gönner Strobl. Die nächsten Punkte auf dem Weg Richtung 2. Liga sollen dann an Ostern beim SSV Ulm eingefahren werden.