Für 5,5 Millionen Euro! Naderi-Transfer zu den Rangers offenbar fix
Bis zuletzt blieb Hansa Rostock im Poker um Ryan Naderi standhaft, nun ist der Abgang des 22-jährigen Stürmers zu den Glasgow Rangers aber offenbar fix – für eine Rekordsumme. Eine Rückleihe wurde dem Vernehmen nach nicht vereinbart.
Teuerster Transfer der Drittliga-Historie
Wie "Sky" am Montagabend vermeldete, soll die Ablöse bei 5,5 (!) Millionen Euro liegen. Damit wird Naderi nicht nur zum Rekordtransfer der Drittliga-Historie – bislang hielt BVB-Talent Hendry Blank mit vier Millionen Euro den Höchstwert -, sondern auch zum wertvollsten Abgang der Rostocker Vereinsgeschichte. Hier lag bisher Victor Agali, der 2001 für 5,1 Millionen Euro zu Schalke gewechselt war, an der Spitze. Am Mittag hatte sich Naderi bereits auf den Weg nach Manchester gemacht, wo aus logistischen Gründen der Medizincheck stattfand.
Diesen hat er wie erwartet bestanden, dennoch konnte der Wechsel zunächst nicht über die Bühne gehen, da die Zustimmung der Rostocker noch ausstand. Inzwischen soll Hansa grünes Licht gegeben haben, offenbar konnte der FCH einen Ersatz für Naderi finden. Zwischenzeitlich stand auch eine direkte Rückleihe des Angreifers bis zum Ende der Saison im Raum, doch dazu kommt es nun wohl nicht.
Bis zu sechs Millionen Euro möglich
Der Einigung war ein zäher Poker vorausgegangen. Zunächst hatten die Rangers drei Millionen Euro geboten, im zweiten Schritt waren es dann 3,6 Millionen Euro. Beides lehnte Hansa jedoch ab. Angesichts der Summen eine mutige Verhandlungsstrategie, die sich jedoch ausgezahlt hat. Zumal es nicht bei den kolportierten 5,5 Millionen Euro bleiben muss. So könnte die Ablöse durch Bonuszahlungen offenbar auf bis zu sechs Millionen Euro ansteigen.
Zusätzlich soll sich Hansa auch noch eine Weiterverkaufsbeteiligung von 20 Prozent gesichert haben. Naderi war im Sommer 2024 für 200.000 Euro aus der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach nach Rostock gewechselt. Nachdem er in der letzten Saison in 24 Partien an sieben Treffern beteiligt war, netzte er in der laufenden Serie achtmal ein und bereitete fünf Treffer vor. Damit ist er der Top-Torjäger der Rostocker, sodass der Abgang aus sportlicher Sicht schmerzt.
Shapourzadeh kritisierte Berater
Die Spekulationen um den Angreifer hatten bei der Kogge zuletzt für Unruhe gesorgt. "Jeden Tag liest man, welche Vereine angeblich an ihm interessiert sind, und wie der Junge denkt. Da werden irgendwelche Summen kolportiert. Ich bin jetzt auch schon ein paar Tage im Geschäft und weiß, dass Dinge von Beratern platziert werden, um Druck und Unruhe im Verein aufzubauen", hatte Shapourzadeh am Samstag beim Spiel gegen den FC Ingolstadt in der Halbzeitpause bei "MagentaSport" deutlich gemacht.
Zudem hatte er betont, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. "Wir haben dazu Stellung bezogen, wie wichtig er für uns ist und dass wir den Spieler im Winter nicht abgeben werden. Man braucht nicht jeden Tag jedes Gerücht oder irgendwelche vermeintlichen Summen weiter kommentieren", so Shapourzadeh. Am Dienstag dürfte der Wechsel auch offiziell über die Bühne gebracht werden, dann wird wieder Ruhe einkehren. Wenngleich sich die Kogge mit dem Transfer einen Eintrag in die Geschichtsbücher gesichert hat.