"Fühlt sich beschissen an": VfL Osnabrück muss Aufstieg abhaken

Da waren es nur noch drei: Nach Mannheim, Saarbrücken und 1860 hat sich am Samstag auch der VfL Osnabrück aus dem Rennen um die 2. Liga verabschiedet. Nach der 1:2-Niederlage gegen den SV Waldhof liegen die Lila-Weißen bei nur noch drei Spielen bereits sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Trainer Daniel Scherning war bedient, wollte die Hoffnung aber noch nicht komplett aufgeben.

"Mannschaft hatte das Gefühl, etwas verlieren zu können"

Mit leeren Blicken und niedergeschlagener Körpersprache standen sie nach dem Schlusspfiff auf dem Platz, die Spieler des VfL Osnabrück – und das trotz allerbestem Wetter und einem mit 14.248 Zuschauern sehr gut besuchten Stadion. Doch den Protagonisten war klar: das war es mit der 2. Bundesliga. Bis auf einen Punkt hätten die Lila-Weißen in dieser Woche an Eintracht Braunschweig heranrücken können, nun sind es sechs – bei nur noch drei Spielen. Auch Trainer Daniel Scherning musste im Interview bei "MagentaSport" zugeben, dass die erhoffte Zweitliga-Rückkehr nach der zweiten Niederlage in diesem Jahr nun "nicht mehr realistisch" sei, sagte aber auch: "Noch geben wir nicht auf." Doch selbst neun Punkte aus den verbleibenden Partien werden wohl nicht reichen – zumal der VfL die um zwölf Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber dem BTSV hat.

Auch die Leistung aus der Partie gegen Mannheim machte nicht unbedingt Hoffnung auf ein Wunder im Schlussspurt. "Wir haben in der ersten Halbzeit kein gutes Spiel gemacht, das muss man so klar sagen", gestand der VfL-Coach offen zu. "Wir waren einfach zu zweikampfschwach, haben zu wenige zweite Bälle bekommen und waren zu langsam. Ich hatte den Eindruck, dass die Mannschaft das Gefühl hatte, etwas verlieren zu können." Schon nach nur drei Minuten geriet der VfL in Rückstand. "Dann sind wir der Musik wieder hintergelaufen." Zwar traf Omar Haktab Traoré nach 30 Minuten zum zwischenzeitlichen Ausgleich, doch in der Schlussphase ging Mannheim wieder in Führung und zog den Hausherren damit den Zahn (74.).

Voller Fokus auf Platz 4

"Das fühlt sich beschissen an", war Scherning bedient. "Wir sind selbst nicht zufrieden mit uns. Das haben wir uns anders vorgestellt." Einen großen Vorwurf machte er seiner Mannschaft aber nicht: "Im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben sich die Jungs gut gewährt. Gegen eine gute Mannschaft hat es dann eben nicht gereicht." Als Gründe führte Scherning unter anderem die vielen Ausfälle und die hohe Belastung mit drei schweren Spielen binnen einer Woche an. "Natürlich ist der Akku dann nicht voll. Wir sind daher nicht an die Leistungsgrenze gekommen und haben nicht unverdient verloren."

Nun gelte es, sich zu sammeln und in den letzten drei Spielen "nochmal anzugreifen", gab sich der 38-Jährige kämpferisch. "Wir dürfen jetzt nicht alles schlechtreden. Es gibt auch noch Platz 4." Auf diesem stehen die Lila-Weißen derzeit und würde damit am Ende der Saison in den DFB-Pokal einziehen, nachdem die Niedersachsen im Landespokal nicht mehr vertreten sind. Um die Konkurrenz auf Abstand zu halten, sollten am nächsten Samstag in Freiburg wieder drei Punkte her. Kapitän Marc Heider wird dann allerdings nicht dabei sein können, hat er doch zum fünften Mal in dieser Saison Gelb gesehen.

   

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