FSV Zwickau: Wenigstens wurde der Fehlstart vermieden

Der FSV Zwickau und die Sportfreunde Lotte trennten sich im Stadion Zwickau wie schon in der Vorsaison am Ende einer umkämpften Partie mit 1:1 (1:1). Für beide Teams war es der erste Punktgewinn der Saison.

Punktgewinn ohne Sieger

Das verflixte zweite Jahr! Wer als Aufsteiger die Klasse gehalten hat, wird sich im Folgejahr unweigerlich mit dieser Prophezeiung konfrontiert sehen. Die Anforderungen im eigenen Umfeld steigen und die Konkurrenz schaut nicht mehr ganz so despektierlich herab – erst recht, wenn man in der Vorsaison als Drittliga-Fünfter über die Ziellinie gekommen ist.

So geht es dem FSV Zwickau momentan. Wie sind das 0:1 in Chemnitz und das 1:1 gegen Lotte zu bewerten? In der letzten Spielzeit hatten die Westsachsen nach zwei Spielen vier Punkte, nach Abschluss der Hinrunde allerdings nur 17. Just in dieser ernüchternden Herbstrunde erspielten sich die Westsachsen ein 0:1 in Chemnitz und daheim ein 1:1 gegen Lotte. Doch – und hier ist der Unterschied – unter anderen Voraussetzungen. Die Auftaktpleite war das Produkt aus Schlafwagenfußball in den ersten 20 Minuten und das Sündigen mit Torchancen in den restlichen 70 Minuten. Gegen Lotte war es genau andersherum. Zwickau dominierte die Anfangsphase, kam allerdings nach der Verletzung von Innenverteidiger Ali Odabas (Oberschenkel) aus dem Tritt und fing sich folgerichtig das 0:1 (38.). Zumindest gelang Kopfballspezialist Ronny König im Anschluss der direkte Ausgleich (40.).

Gehörig Sand im Getriebe

Zugegeben, Torsten Ziegner wähnte seine Elf schon etwas weiter. Aufgrund der Zugänge von Ronny Garbuschewski, Sinan Tekerci, Fridolin Wagner, Christian Mauersberger oder Fabian Eisele erhoffte sich der 39-jährige Fußballlehrer einen Qualitätssprung. Das Zwickauer Spiel sollte nicht mehr nur allein auf hohe Bälle in den Strafraum ausgelegt sein, sondern Erfolg sollte auch durch die spielerische Linie Einzug halten. "Wir sind in vielen Situationen fahrlässig gewesen und haben Spielzüge nicht gut zu Ende gespielt", so Ziegner nach der Lotte-Partie. Entsprechend angefressen zeigte sich der FSV-Coach, als sich sein Team gegen die Sportfreunde einzig und allein in besagte hohe Bälle in die Box verstieg. Die Quittung folgte stehenden Fußes – Garbuschewski blieb zur Pause in der Kabine, für ihn kam mit Eisele ein weiterer Stürmer, dafür rückte der zielstrebigere Öztürk auf Rechtsaußen. Ende gut, alles gut?

Wer nach der Partie mit Torsten Ziegner sprach, der konnte zwischen den Zeilen durchlesen, dass er gerne noch ein, zwei Verstärkungen unter Vertrag nehmen würde – wenn der Vorstand mitspielt. Das Personalbudget ist eng gestrickt und außer einem zusätzlichen Stürmer als Ersatz für den abgewanderten Oliver Genausch wird es wohl keine weitere Verstärkung geben, wenngleich Ziegner verdeutlicht: "Wenn ich dürfte, würde ich sicherlich noch einige Spieler verpflichten, ganz einfach, weil unser Kader extrem klein ist."

 
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