FSV Zwickau: "Glücklicher Punktgewinn" in Magdeburg

Zwei Mal ging Magdeburg gegen Zwickau in Front – zwei Mal konnten die Westsachen ausgleichen und am Ende einen Punkt aus der MDCC-Arena entführen. Laut FSV-Trainer Torsten Ziegner ist das vor allem der Mentalität seiner Mannschaft zu verdanken.  

Baxter-Bahn trifft doppelt

Als einen "glücklichen" Punktgewinn bezeichnete Ziegner das Unentschieden seiner Mannschaft im Nachholspiel am Mittwochabend. "Wir wussten schon, dass wir in Magdeburg vor so einer Kulisse einer extrem hohen Offensivpower ausgesetzt sind", gab der 40-Jährige im Anschluss der Partie zu Protokoll und fügte ab: "Wenn man in Magdeburg zwei Mal zurückliegt, das Stadion so hinter der Mannschaft steht, dann ist es schon etwas besonderes, wenn man zwei Mal zurückkommt – egal auf welche Art und Weise."

In der Tat übten die Magdeburger von Anfang an mächtig Druck auf das FSV-Gehäuse aus. Bereits in der neunten Minute gingen die Gastgeber durch Costly in Führung. Nur eine Szene später tauchte Butzen frei vor Brinkies auf, doch dem Mittelfeldspieler versagten die Nerven. Völlig überraschend dann der Ausgleich. Magdeburgs Schlussmann Glinker traf Daniel Gremsl im Strafraum. Den Elfmeter verwandelte Baxter-Bahn in der 15. Minute zum 1:1.

Doch die Gastgeber ließen sich davon nicht beeindrucken und blieben weiterhin angriffslustig. Allerdings verpassten Hainault (30.) und Schwede (32.) die erneute Führung knapp. Erst ein starkes Solo von Türpitz in der 64. Minute brachte die Magdeburger wieder auf die vermeintliche Siegerstraße. Doch erneut was es ein Foul, das die "Schwäne" wieder herankommen ließ. Nach einem Zweikampf zwischen Hammann und René Lange in der 84. Minute zeigte der Schiedsrichter wieder auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß versenkte Bentley Baxter-Bahn zum 2:2 Endstand.

Ziegner: Fußballerisch mit Magdeburg nicht auf Augenhöhe

"Darüber zu sprechen, dass Magdeburg eine extrem hohe Qualität hat, dass wir dort in fußballerischer Hinsicht nicht auf Augenhöhe mit denen spielen können, sondern genau mit unseren Tugenden eine Chance haben – das steht außer Frage", erklärte Torsten Ziegner und sprach damit die ungleichen Kräfteverhältnisse der beiden Teams an. "Wir wussten, dass wenn wir alles was uns auszeichnet, in eine Waagschale werfen, haben wir eine minimale Chance, mindestens einen Punkt mitzunehmen." Zwar sah der FSV-Coach auch Verbesserungspotential im Zweikampfverhalten und im "läuferischen Bereich" – trotzdem, so das Fazit, zeige das Ergebnis den "tollen Charakter und die "Mentalität" der Mannschaft. Am kommenden Samstag ist Zwickau in Jena gefordert. Durch das Remis gegen Magdeburg und nun elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge dürften die Westsachsen aber schon jetzt den Klassenerhalt so gut wie in der Tasche haben.

   
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