FSV Zwickau muss bis Mitte Januar 1,89 Millionen Euro nachweisen

Nicht nur sportlich ist die Lage beim FSV Zwickau angesichts von nur 15 Punkten aus 14 Spielen angespannt, auch finanziell müssen sich die Westsachsen strecken. 

DFB verlangt Nachweise

"Die FSV Zwickau Spielbetriebsgesellschaft mbH hat die Auflage erhalten, bis 21. Januar den Zufluss weiterer Liquidität in Höhe von 1,891 Millionen Euro gegenüber dem DFB nachzuweisen", erklärt Vorstandssprecher Tobias Leege gegenüber dem Online-Portal "Tag24". Die Summe ist dem FSV im Rahmen der jährlichen Nachlizenzierung mitgeteilt worden. Darüber hinaus wurde dem Klub eine Transferauflage erteilt, "die ebenfalls an den Nachweis weiterer Liquidität gebunden ist", so Leege. Warum die Summe vergleichsweise hoch ist, erklärt der Vorstandssprecher so: "Aus im März geplanten Einnahmen für die Saison 2020/21 im Bereich Ticketing hat der DFB statt 1,5 Millionen Euro – die im Oktober 2020 schon auf 555.000 Euro korrigiert wurden – lediglich 200.000 Euro akzeptiert. Bei den geplanten Werbeeinnahmen von drei Millionen Euro wurden lediglich 2,38 Millionen berücksichtigt."

Letzteres liege aber unter anderem daran, "dass Corona-bedingt zum Zeitpunkt der Nachlizenzierung einige bereits verhandelte Sponsoringverträge seitens der Geldgeber noch nicht unterzeichnet waren und dem DFB noch nicht vorgelegt werden konnten", erklärt Leege. Ähnlich verhalte es sich für einen seit zwei Jahren bestehenden Kontokorrentkredit, der lediglich auf einem DFB-Formular seitens der Bank bestätigt werden müsse.

Wie Zwickau die Lücke schließen will

Den Nachweis darüber will der FSV nun ebenso einreichen wie die Unterzeichnung der bereits verhandelten Sponsoringverträge. Außerdem hat der Klub aus der Corona-Hilfe Profisport eine Summe von 800.000 Euro erhalten und will dieses Geld nun für die Schließung der Lücke einsetzen. "Weiterhin wird die November- und Dezemberhilfe in Anspruch genommen, da in der ersten Saisonhälfte nicht nur erhebliche Verluste aus Ticketeinnahmen hingenommen werden mussten, sondern erstmals auch Verluste aus dem Bereich Logen, Business-Plätze, Werbung und Merchandising in Höhe von circa 400.000 Euro zu verzeichnen waren", erklärt Leege. Zudem soll auch für Januar bis Juni 2021 Corona-Hilfe beantragt werden.

Für den Fall, dass der FSV Zwickau den Liquiditätsnachweis nicht fristgerecht erbringen kann, drohen eine Geldstrafe und im Worst-Case auch Punktabzug. Finanzieller Spielraum für Transfers ist laut Leege derzeit nicht vorhanden, soll aber "im Rahmen des Nachweises zusätzlicher Liquidität" geschaffen werden. Dann könnten die Westsachsen die Verpflichtung eines weiteren Stürmers realisieren. Eine mögliche Rückkehr von Elias Huth vom 1. FC Kaiserslautern scheint sich aber bereits zerschlagen zu haben. 

   
  • Phillip

    Das interessante ist ja, dass man eigentlich nie was von den anderen Vereinen liest. Es gibt sicherlich genug, die im Geld "schwimmen" (Dynamo, FCM, IN, SB), aber wie machen das Vereine wie Duisburg, 1860, Lübeck, Meppen, Mannheim oder Halle? Kann mir doch keiner erzählen, dass dort nicht zur Nachlizensierung kommt.

  • Pingback: FSV Zwickau in Geldnöten - Nachweise bald notwendig()

  • ironimus

    Jedes Jahr dasselbe. Mit Zwickau kann man es anscheinend machen. Werden an die von "Investoren" hochgepuschten Vereine eigentlich die gleichen Maßstäbe angelegt?

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