FSV Frankfurt: Harter Aufprall auf dem Boden der Tatsachen

Erst das peinliche 0:5 im Landespokal bei Viertligist TSV Steinbach, dann die ebenso unerwartete Niederlage bei Tabellenschlusslicht Mainz II. Nach neun Drittliga-Partien ohne Niederlage ist der FSV Frankfurt unsanft auf dem harten Boden der Tatsache aufgekommen. Ein Kommentar.

Eine Achterbahnfahrt

Der bisherige Saisonverlauf des FSV Frankfurt gleicht einer Achterbahnfahrt. Nach sechs Spieltagen belegte der Zweitliga-Absteiger den letzten Tabellenplatz, erst an Spieltag 8 platzte der Knoten – dafür aber richtig. Neun Mal in Folge blieb die Elf von Trainer Roland Vrabec ohne Niederlage, zwischenzeitlich schoss sie Fortuna Köln sogar mit 6:0 aus dem Stadion. In der Tabelle rückte der FSV auf Platz sechs vor, einige Fans träumten bereits vom direkten Wiederaufstieg. Am Mittwochabend dann jedoch das böse Erwachen. Eine üble Niederlage im Hessenpokal, bei der die Frankfurter gegen einen Viertligisten ganze fünf Tore kassierten – peinlich ist fast kein Ausdruck mehr.

Reaktion bleibt aus

Vrabec fand mit "Wir müssen in Mainz eine Reaktion zeigen!“ zwar die richtigen Worte, doch eine wirkliche Reaktion war am Sonntag nicht zu sehen. "Heute haben wir es nicht geschafft, uns zwingende Torchancen zu erspielen, zu erarbeiten. Deshalb konnten wir hier auch keinen Treffer erzielen und hatten es vielleicht auch nicht verdient", musste der FSV-Coach nach der 0:1-Niederlage einräumen. Kapitän Patrick Ochs konstatierte: "Wir wurden zuletzt so oft gelobt und haben immer gesagt, dass auch wieder mal schlechtere Zeiten kommen können." Von einer Krise kann nach zwei wenn auch unerwarteten Niederlagen zwar noch keine Rede sein, doch ein Dämpfer ist die aktuelle Lage nach den erfolgreichen Vorwochen allemal.

Mit Spannung wird nun das nächste Heimspiel gegen Magdeburg erwartet. Der FCM gewann zuletzt zwei Spiele in Serie, steht in der Tabelle aber nur einen Zähler vor dem FSV. Mit einem Sieg würde Frankfurt somit nicht nur an den Elbstädtern vorbeiziehen, sondern auch den vorderen Plätzen wieder näherkommen. Ein bisschen Achterbahn gehört zum Fußball eben dazu.

   
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