Frust beim BTSV: Ein Dämpfer zu richtigen Zeit?

Eindringlich hatte Eintracht-Trainer Christian Flüthmann im Vorfeld der Partie gegen Hansa Rostock vor den Stärken der Kogge gewarnt, doch die Worte des 37-Jährigen blieben ungehört, wie bei der 1:2-Niederlage offensichtlich wurde. Ein Dämpfer zu richtigen Zeit?

Kein Zugriff in der Anfangsphase

"Es war ein bisschen unnötig hier zu verlieren", stellte Flüthmann nach der Niederlage am Mikrofon von "Magenta Sport" fest. Den Grund für die Niederlage hatte der BTSV-Coach schnell ausgemacht: "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit hergeschenkt." Gegen lauffreudige Rostocker verteidigte der BTSV zu sehr im Raum, bekam in der Anfangsphase keinen Zugriff auf die Partie und ging bereits nach drei Minuten in Rückstand. "Wir haben nur gestanden anstatt die Männer zu attackieren", bemängelte Flüthmann.

Den zweiten Rostocker Treffer nach 35 Minuten konnte Marcel Bär zwar prompt egalisieren (38.), doch vom Blitzstart der Kogge erholte sich der BTSV nicht mehr. "Der frühe Gegentreffer hat uns das Genick gebrochen", stellte Danilo Wiebe fest. "Mit etwas mehr Glück", meinte Benjamin Kessel, "holen wir vielleicht noch einen Punkt. Aber insgesamt war es kein gutes Spiel von uns und ein gebrauchter Tag."

Von Beginn an hellwach sein

Eine unter dem Strich ärgerliche Niederlage, zumal Eintracht Braunschweig auch die Tabellenführung verloren hat. Möglicherweise ist die Pleite aber ein Dämpfer zur richtigen Zeit. Denn das Duell mit Hansa Rostock hat gezeigt, dass die Eintracht von Beginn an hellwach sein muss und sich auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner keine Nachlässigkeiten erlauben darf. Der überzeugende Saisonstart mit zuvor sechs Siegen aus sieben Partien spielt da keine Rolle.

"In der 3. Liga kann Jeder Jeden schlagen", gab Martin Kobylanski vor diesem Hintergrund zu bedenken und kündigte an: "Wir arbeiten es auf und werden es nächste Woche wieder besser machen." Dann gastiert die Eintracht zum Topspiel bei Aufsteiger Viktoria Köln, der mit nur zwei Punkten weniger direkt hinter den Braunschweigern steht. Nach der Niederlage gegen Hansa, die angesichts der bisher starken Saison und dem zweiten Tabellenplatz nach acht Spieltagen aber zu verkraften ist, sind die Akteure um Kapitän Bernd Nehrig gewarnt – und werden den Worten ihres Trainers wohl wieder mehr Gehör schenken.

   
  • Eiter Tom

    Kopf hoch ihr Löwen

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