Frust bei 1860 nach klarer Pleite: "Braucht man nicht schönreden"

Nur fünf Punkte aus vier Spielen, erst zwei Tore und Tabellenplatz 12: Den Saisonstart hatte sich der TSV 1860 München anders vorgestellt. Am Samstag kamen die Löwen beim bis dahin noch tor- und sieglosen 1. FC Kaiserslautern mit 0:3 unter die Räder. Stephan Salger war nach der Partie mächtig angefressen.

Salger spricht Klartext

"Wenn man 0:3 verliert, braucht man nicht viel schönreden", meinte der Verteidiger im Interview mit "MagentaSport" und sprach von einer "verdienten Niederlage". Per Doppelschlag waren die Roten Teufel noch vor der Pause in Führung gegangen. "Es darf nicht sein, dass uns ein Gegentor so leicht aus der Bahn wirft", schimpfte Salger. Auch Trainer Michael Köllner war auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bedient: "Mit dem Doppelschlag haben wir uns selbst in Hintertreffen gebracht." Drei Minuten vor dem Ende war die Partie endgültig entschieden.

"Wir sind in den letzten Wochen das eine oder andere mal mit einem blauen Auge davon gekommen, jetzt haben wir die Quittung bekommen", befand Salger. Dabei mangelte es 1860 nicht unbedingt an Chancen. Doch dass die beste Offensive der Vorsaison nach vier Spieltagen erst bei zwei Treffern steht, ist ein Grund, warum es bei den Löwen noch nicht so läuft wie gewünscht. Salger stellte jedoch klar: "Wir müssen mal davon wegkommen, immer von letzter Saison zu sprechen. Es ist jetzt eine neue Saison."

Nicht viel Zeit zum Hadern

In dieser stellt das 0:3 auf dem Betzenberg nun die erste Niederlage dar. Köllner bemängelte im Anschluss vor allem die "einfachen Ballverluste" und die Tatsache, dass sein Team den Gegner zu Kontern eingeladen habe. Zudem ärgerte sich der 1860-Coach darüber, dass es in der ersten Halbzeit für eine Aktion gegen Sascha Mölders keinen Elfmeter gab: "Ein Kontakt war auf jeden Fall da. Schade, dass wir dadurch nicht in Führung gehen." Viel Zeit, sich mit der Niederlage zu beschäftigen, bleibt den Sechzigern nicht: Schon am Dienstag steht das Heimspiel gegen Viktoria Köln an. "Dann wollen wir drei Punkte holen", blickte Köllner voraus. An der nötigen Einstellung dürfte es nicht scheitern: "Man hat gesehen, dass wir Bock haben", befand Salger. "Das nächste Spiel kann nicht schnell genug kommen."

   
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