Fragen und Antworten zur Insolvenz des 1. FC Kaiserslautern

Jahrelang galt die Insolvenz für den 1. FC Kaiserslautern als Horrorszenario, nun ist sie Realität – bietet aber auch eine Chance. liga3-online.de beantwortet die wichtigsten Fragen zur Insolvenz der Roten Teufel.

Hintergründe & Ziele

Warum meldet der FCK Insolvenz an?

Es gibt mehrere Gründe. Da ist zu einem der Schuldenberg, der nach "SWR"-Angaben auf 24 Millionen Euro angewachsen ist. Zum anderen droht dem FCK laut "Der Betze brennt" offenbar noch im Juli ein Liquiditätsengpass, da der Klub in der 3. Liga einem Bericht des "Kicker" zufolge jedes Jahr fünf Millionen Euro Minus macht. Allein zur Finanzierung der kommenden Saison sollen den Roten Teufel mittlerweile 15 Millionen Euro fehlen. Zahlen, die keinen Investor davon überzeugen konnten, beim FCK einzusteigen. Wie Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt in einer Mitteilung des Vereins erklärt, hätten sämtliche interessierte Investoren signalisiert, dass eine "stabile wirtschaftliche Basis" die Grundvoraussetzung für ein Investment sei. Erst vor einigen Tage habe der Beirat eine "konkrete Offerte" in "beträchtlichem Umfang" diskutiert. Diese stehe aber unter dem Vorbehalt, "das frische Geld in die Zukunft und nicht in Altverbindlichkeiten investieren zu können".

Was ist das Ziel?

"Ziel des Verfahrens ist es, zügig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen", erklärt Voigt. "Wir wollen und können die Chance nutzen, unsere Eigenkapitalbasis mit Investoren für einen grundlegenden wirtschaftlichen Neustart zu stärken." Mit der Option auf eine mittel- und langfristige wirtschaftliche Sanierung könne der FCK seine Handlungsspielräume "spürbar erweitern und dem Spielbetrieb den Rücken freihalten", so Voigt.

Zunächst will der FCK durch den Insolvenzantrag Zeit gewinnen. Da die Gehälter der Spieler bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze von 6.900 Euro für drei Monate von der Bundesagentur für Arbeit übernommen werden, ist die Liquidität zunächst gesichert. In den kommenden drei Monaten sollen die Gespräche mit den drei größten Gläubigern – dem Finanzdienstleister Quattrex (rund 10 Millionen Euro), Sportvermarkter Lagadere (rund 2 Millionen) und dem luxemburgischen Darlehensgeber Flavio Becca (2,6 Millionen) – bezüglich eines Schuldenschnitts fortgeführt werden. Zuletzt stand im Raum, dass sie auf 90 Prozent ihrer Forderungen verzichten sollen. Das lehnten die Gläubiger jedoch ab.

Kommt es in den nächsten drei Monaten doch noch zu einer Einigung, kann der FCK den Insolvenzantrag zurückziehen. Andernfalls würde das Amtsgericht am 31. August/1. September über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden. Um dieses dann erfolgreich abschließen zu können, müsste mindestens die Hälfte der Gläubiger einem Insolvenzplan zustimmen. Klar scheint: Die Geldgeber würde im Anschluss nur einen Bruchteil ihrer Forderungen erhalten. Der 1. FC Kaiserslautern aber hätte sich seiner Altlasten (weitgehend) entledigt.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Sobald der Antrag eingereicht ist, wollen die Verantwortlichen ein Konzept vorstellen. Gleichzeitig soll ein Insolvenzplan erstellt werden. Eine "positive Fortführungsprognose", die Voraussetzung für eine Planinsolvenz ist, liegt dem Klub laut dem "SWR" bereits vor. Bis zum 31. Oktober muss der FCK beim DFB nachweisen, wie die Saison 2020/21 durchfinanziert werden kann. Den Nachweis darüber müssen die Vereine sonst eigentlich vor Saisonbeginn erbringen, doch aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise hat der DFB die Liquiditätsprüfung ausgesetzt

 

Warum kein Punktabzug?

Was heißt "Insolvenz in Eigenverwaltung"?

Im Gegensatz zu einer Regelinsolvenz hält der FCK vorerst das Heft des Handelns in der Hand. Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt bleibt im Amt, Unterstützung erhält er von Dirk Eichelbaum, einem Fachanwalt für Insolvenzrecht. Das Amtsgericht stellt dem FCK mit Andreas Kleinschmidt einen Sachwalter an die Seite. 

Warum wird es keinen Punktabzug geben?

Um die Vereine aufgrund der finanziellen Folgen der Coronakrise zu entlasten, setzt der DFB mit dem sonst üblichen Neun-Punkte-Abzug beim Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in der laufenden Saison aus. In der kommenden Saison würden drei Punkte abgezogen werden. 

Was passiert mit der Fan-Anleihe?

Während für die Anleihe I der e.V. haftet, wird die Anleihe II erst in zwei Jahren fällig. Das Geld, das über die Crowdlending-Plattform "Kapilendo" in die GmbH & Co. KGaA floss, ist derweil Bestand des Verfahrens. Ein Großteil ihres Geldes werden die Fans wohl verlieren. Eichelbaum kündigte aber eine Entschädigungs-Veranstaltung an. Und laut dem "SWR" will der FCK prüfen, ob den Fans zur Entschädigung Aktienpakete überlassen werden können. 

Ist die Insolvenz eine Chance?

Zunächst ist die Insolvenz die Konsequenz aus jahrelanger Misswirtschaft, Grabenkämpfen und falschen sportlichen Entscheidungen. Sollte es den Verantwortlichen aber gelingen, mit den Gläubigern eine Einigung zu erzielen – entweder über einen Schuldenschnitt oder den Insolvenzplan -, könnte der FCK nach Jahren der Talfahrt wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Gleichzeitig wäre er ohne Altlasten auch für Investoren attraktiv. Und die wird der Klub brauchen, um langfristig wieder auf gesunden Beinen stehen zu können. Laut Voigt sei das Investoren-Interesse an der Marke FCK "enorm. Wir sind sanierungsfähig und ganz sicher sanierungswürdig“.

Aus sportlicher Sicht wird es das Ziel sein, so schnell wie möglich in die 2. Bundesliga zurückkehren. Denn in der 3. Liga sind die Pfälzer mit ihrer Struktur nicht dauerhaft überlebensfähig. Inwiefern in der kommenden Saison trotz der Insolvenz ein aufstiegsreifer Kader zusammengestellt werden kann, ist noch offen.

Was passiert, wenn das Verfahren in Eigenverwaltung scheitert?

In diesem Fall würde es zu einer Insolvenz in Fremdverwaltung kommen. Scheitert auch dieses Verfahren, droht die Abwicklung des kompletten Vereins.

   
  • Mike

    Kein Punktabzug ist total inakzeptabel!
    Dem CFC wurden auch Punkte abgezogen.
    Corona vorzuschieben,ist an den Haaren herbeigezogen!
    Kein Punktabzug,da es eine Mannschaft des Westens betrifft!
    Es wird mit zweierlei Maß gemessen!

    • Drittligagucker

      Oh je, ein Jammer-Ossi!
      Natürlich ist es ungrecht, dass Lautern punktmäßig ungeschoren davonkommt, die dortige Krise hat schließlich nur am äußersten Rand etwas mit den Corona-Verlusten zu tun. Die wären auch in guten Zeiten spätensens Anfang Herbst Pleite gewesen.
      Aber jetzt anzukommen mit "Mannschaft des Westens" ist auch gnadenlos an der Realität vorbei.

      • Mike

        Ja ich bin ein totaler Jammerossi und der DFB hat es richtig so ge-
        macht! 😜😜
        Ostmannschaft Punktabzug,
        Kaiserslautern dulden wir!Warum? 😩

  • Timm Possible

    Wie sieht es eigentlich mit der Lizenz aus? Müssen Manschaften keine Lizenz für die Liga beantragen wo sie eine gewisse Liquidität vorweisen? Wie kann der FCK denn da überhaupt eine bekommen?

    • Michael

      Auch hier wurden seitens DFB Sonderregelungen getroffen hinsichtlich Liquidität für die nächste Saison.

    • Daniel

      Jeder erhält wegen Corona die Lizenz vom DFB für nächste Saison es gibt keine Lizenzierung. Lautern nutzt die Corona Kriese völlig Schamlos aus um den Steuerzahler , Fans und Investoren um Millionen Euro zu prellen. Die Epidemie hat 0 mit deren riesigen Schuldenberg zutun

  • Maciste

    Unglaublich! Da werden Spieler gekauft, die den "Unterschied" machen und die fehlenden Punkte reinholen obwohl man kein Geld hat. Und andere Vereine steigen ab weil Sie sich an die DFB Vorgaben gehalten haben.

  • Heiko Mecklenburg

    Hallo,
    ich will ja jetzt nicht wieder mit der Ost-Karte kommen, aber wenn das ein Ostverein wäre würden die sofort als Absteiger feststehen und in der Oberliga spielen. Warum wird hier immer noch mit Zweierlei Maß gemessen. Völlig unverständlich und auch unverschämd.

    • Günther1987

      Müssen nicht nur zwangsläufig Ost Vereine sein, denke den Waldhof hätte es auch böse erwischt.

      Aber muss euch recht geben selbst als Mannheimer bekommt man das gefühl nicht los das der DFB probleme mit einigen Ost Vereinen hat.
      wenn man bedenkt das es vor Kurzem u.a. Wattenscheid und Wuppertal in die Insolvenz mussen wegen weitaus weniger Schulden oder zuvor Erfurt
      Dann ist das vom FCK echt unverschämt

  • Oliver

    Wäre ein Ostverein betroffen, würde der DFB bestimmt nicht so rücksichtsvoll handeln. Ich erinnere hier nur mal an Dynamo Dresden. Mich kotzt dieser korrupte Verein nur noch an.

    • Sterneneisen

      Solange wie man in Chemnitz und Erfurt mit den Finanzen stümpern durfte, glaub ich da eher nicht an eine Ost-Benachteiligung.

      • PeterPlys

        Na ja, RW Erfurt hatte 8 Millionen Schulden, der CFC 2,5 Mio. …

      • Sterneneisen

        Die absoluten Zahlen alleine zu betrachten, reicht da nicht aus. Es ist eben auch eine Frage, welche Einkünfte den laufenden Kosten gegenüberstehen.

      • Mike

        Sterni, weißt Du übrigens,dass in Halle das Land für den Stadionneubau aufkam und in Sachsen,wie für Dresden und Chemnitz und Zwickau geschah das nicht!
        Ohne dem,wäre der HFC auch Pleite gegangen!
        Wer im Glashaus sitzt,sollte nicht mit Steinen werfen!

  • Matthias Mewes

    "Denn in der 3. Liga sind die Pfälzer mit ihrer Struktur nicht dauerhaft überlebensfähig."
    Dann müssen sie die Strukturen ändern. Was erdreistet sich dieser verbrecherische DFB auch noch hier zu beeinflussen?

    Wenn der Verein platt ist, denn nicht erst seit Corona – sie gehören in die RL.

  • Fairer Fußball

    Vielleicht wird der Abstieg der diesjährigen Meisterschaft am Ende von Gerichten entschieden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mannschaften die wirtschaftlich Gesund sind und auf einem Abstiegsplatz stehen, dass diese das Vorgehen des DFB ohne Gegenwehr akzeptieren.

  • Nur mal so

    Schlimm mal wieder das die ganzen „Fachblätter „ auch diese Plattform, nicht mal ansatzweise erwähnen das es dem Nicht Punktabzug eigentlich nicht geben darf. Das hat mit Neutralität nichts zu tun. Kaum ein Journalist hat noch Eier wirklich kritisch zu hinterfragen. Der ganze Sport wird immer widerlicher.

    • liga3-online.de

      Warum darf es den Nicht-Punktabzug aus Deiner Sicht nicht geben?

      • Günther1987

        Bestimmt weil 20 von 24 Mio schulden vor Corona waren.

      • Michael

        Das ist der springende Punkt. 20 Mio Schulden VOR Corona!

      • Günther1987

        Hauptsache auf Jena, Münster, Aspach, Magdeburg, Halle, Zwickau, Mannheim eingeschlagen da diese für einen Abbruch waren damit die Fananzielle schieflage vermieden werden kann.

        Diese Vereine wollten durch den Abbruch auch eine Insolvenz vermeiden.
        Natürlich hätten auch alle Davon Profitiert Ligaerhalt oder Aufstieg aber immernoch besser so wie das was der FCK jetzt abzieht.

        Für die Absteiger extrem Bitter da durch TV-Gelder und Sponsoren Große einnahmen wegfallen werden ohne die fehlenden Zuschauereinnahmen aus den letzten spielen.

        Jetzt kommt der FCK der sich über diesen Vereinen sieht, seit Jahren einfach mal nichts auf die Reihe bekommt die seit dem Re-Start leider gut Punkte gesammelt haben und egal wie die Sache ausgeht aufjedenfall 3.Ligist bleiben und das mit einer Insolvenz ohne Punktabzug. Hut ab DFB

      • Nur mal so

        Die Möglichkeit einer Planinsolvenz, ohne die neun Punkte Abzug muss ganz klar Gründe vorweisen das dieser Schritt auf Grund von Corona erfolgte. So hat der Verband das kommuniziert. Hier liegen zwanzig Jahre Größenwahn zu Grunde. Jedem solide wirtschaftenden Verein muss das wie Hohn vorkommen.

      • liga3-online.de

        Dass der Schritt in die Insolvenz mit den Auswirkungen der Coronakrise begründet sein muss, davon ist in der entsprechenden DFB-Mitteilung vom 3. April keine Rede: https://www.dfb.de/news/detail/dfb-mit-umfassenden-aenderungen-der-spiel-und-jugendordnung-214636/

      • Norbert B.

        Genau das ist der Knackpunkt, daß man es beim DFB versäumt hat (bewußt oder "aus Versehen" lase ich mal dahingestellt) explizit festzulegen daß nur eine durch die Coronafolgen verursachte Insolvenz straffrei bleibt. Und nirgendwo habe ich auch nur einen Hauch von Kritik an diesem offensichtlichen Versäumnis gelesen. Selbst jetzt, wo eigentlich für jeden offensichtlich ist, daß man beim FCK nur die Sonderregelung des DFB ausnutzt um sich elegant der Folgen jahrelanger Mißwirtschschaft zu entledigen, lese ich auch hier nicht einmal den Ansatz einer Kritik an diesem Grundübel der DFB-Sonderregelung. Und da darf sich auch diese Plattform ruhig mal hinterfragen warum das so ist.

      • Nur mal so

        Hierzu ein Ausschnitt vom SWR. Einem Journalisten darf ich zutrauen das zu wissen., meine Herren vom Liga drei online.

        Ist zu erwarten, dass jetzt massenhaft finanziell angeschlagene Clubs zum "Heilmittel" Planinsolvenz greifen?

        Diese Frage stellt sich besonders mit Blick auf die Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), in der laufenden Saison auf den üblichen Abzug von bis zu neun Punkten zu verzichten, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Diese Regelung gilt für die Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga.

        Sportanwalt Christoph Schickhardt: "Grundsätzlich ist es so, dass nach der Durchführung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung der jeweilige Rechtsträger der Kapitalgesellschaft oder des Vereins am Lizenzbetrieb teilnehmen kann. Bestimmt wird die DFL so vorgehen, dass eine integrierte Voraussetzung für eine solche 'Wohltat' die Tatsache ist, dass die Insolvenzgründe – zum Beispiel Überschuldung oder fehlende Liquidität mit Zahlungsunfähigkeit – auf den Umständen der Corona-Krise ruhen müssen.

        "Die Offensichtlichkeit der Auswirkungen der Corona-Krise muss integrierter Bestandteil der Systematik von DFL und DFB sein."

        Sportanwalt Prof. Christoph Schickhardt

        Es kann nicht sein, dass sich unter dem Segel der Corona-Krise – im Bereich des professionellen Sports und dem gesamten Wirtschaftsleben – schon zuvor marode Unternehmen ihrer Gläubiger entledigen und letztlich auf Kosten der Allgemeinheit weiter machen, als ob nichts passiert wäre. Ein seriöses, betriebswirtschaftlich verantwortungsvolles Vorgehen ist Grundlage einer Abwicklung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung. Nur dann kann der bisherige Rechtsträger erhalten bleiben und weitermachen."

      • liga3-online.de

        Die Aussage ist uns bekannt. Allerdings vertritt Sportanwalt Christoph Schickhardt nicht den DFB, zudem spricht er davon dass die DFL bzw. der DFB "bestimmt" so vorgehen werden. Das ist aber nicht der Fall.

      • Matthias Mewes

        Vielleicht noch ergänzend:
        Der 1.FC Kaiserslautern wollte die Meisterschaft weiterspielen, nachdem der DFB "seine" Kriterien bekannt gegeben hat. Ist das dann nicht schon Betrug?

      • griesgramix

        Wenn liga3-online.de an dieser Stelle tatsächlich fragt, warum es den Nicht-Punktabzug nicht geben sollte, dann frage ich mich ob man den eigenen Artikel überhaupt versteht. Da steht u.a. "zur Finanzierung der kommenden Saison sollen den Roten Teufel mittlerweile 15 Millionen Euro fehlen" sowie "jedes Jahr fünf Millionen Euro Minus macht." – was hat das jetzt mit der Corona-Krise zu tun? Das schreit förmlich danach, den DFB mal öffentlich zu fragen, warum man dem FCK die neun Punkte nicht abzieht. In der freien Wirtschaft ist ganz klar geregelt, dass die Insolvenzantragspflicht ausschließlich Corona-bedingt ausgesetzt werden darf…

      • Tobger

        Ich empfinde diese Frage auch als Hohn. Abstimmungsergebnisse wie in Nordkorea, Finanzgebahren wie im Casino und Hofberichterstattung, die nichts sehen, hören oder spüren will. Schlimm!

      • Tobger

        Vielleicht, weil man so einem selbstzerstörerischem Finanzgebahren Vorschub leistet? Vielleicht, weil es ein Verstoß gegen die Fairness ist?
        Jena muss ohne vorheriges Mannschaftstraining in Englische Wochen starten, der FCK darf ein weiteres Jahr mit einer Mannschaft spielen, die man sich nie und nimmer leisten kann.

      • Tobger

        Vielleicht, weil man so einem selbstzerstörerischem Finanzgebahren Vorschub leistet? Vielleicht, weil es ein Verstoß gegen die Fairness ist?
        Jena muss ohne vorheriges Mannschaftstraining in Englische Wochen starten, der FCK darf ein weiteres Jahr mit einer Mannschaft spielen, die man sich nie und nimmer leisten kann.

    • Matthias Mewes

      Das sehe ich genau so!

      Ich mache hier liga3-online nicht die großen Vorwürfe, da diese Plattform für den Nutzer kostenfrei ist. Interessant wäre wirklich mal, wie Ihr Euch finanziert, es wird ja nicht nur verlinkt, sondern auch redaktionelle Beiträge veröffentlicht.

      • Nur mal so

        Das Haus und Hofblatt vom DFB , der Kicker, ist auch kostenlos, finanziert unter anderem durch Werbung. Wie sich jeder finanziert ist ja hier nicht vordergründig. Es ging, um beim Thema zu bleiben, darum das niemand die Posse,Namens FCK, ansatzweise kritisch hinterfragt. Klar ist , ein sehr kompliziertes Verfahren wo man rechtlich aufpassen muss um sich nicht die Finger zu verbrennen. Mich stört das aber auf einfachste Vorgaben vom Verband in Bezug auf Planinsolvenz, kein Punktabzug, darauf zu achten ist das diese Schritte nur möglich sind wenn das durch Corona verschuldet ist. Hier ist doch deutlich zu sehen wie das ein Herr Weltschiedsrichter , mit nobelsten Beziehungen nach Frankfurt, frech außer acht lässt und die Pandemie deutlich ausnutzen einen kaputten Verein nicht nur zu retten, nein man will Misswirtschaft einfach unter den Teppich kehren um dann natürlich zweite Liga spielen, das ganze Karussell wieder bei Null starten. Eine Insolvenz, gedacht als Strafe, wird hier vollends auf den Kopf gestellt.

  • Hans-Bernd Bruckschen

    Unverschämt wie hier die jahrelange Misswirtschaft unter dem Deckel coronakrise aufgefangen wird. Da es nicht im Sinne des Erfinders ist, sollte der DFB es sich einmal überlegen und in diesem Falle die Sonderregelung außer Kraft setzen, da der Schuldenberg nichts mit Corona zu tun hat, was ja als Grund zugrunde gelegt wurde.

    • Günther1987

      Hätte gerne gesehen wie es geregelt worden wäre vom DFB wenn z.B. der unbeliebte SV Waldhof oder Dynamo Dresden sowie andere Vereine die dem DFB ein Dorn im Auge sind.
      Denke da hätten die mittel und wege gefunden den Vereinen ans bein zu Pi…
      Aber der Große FCK mit seinen Weltmeisterspielern, ehmaliger Deutscher Meister, usw da werden einige Augen zugedrückt.

      Naja is wie es is, der FCK bekommt ein riesen geschenk vom DFB wenn alles gut geht.

  • Mark Twert

    Stichwort müsste also "Corona-Krise" sein. Da Kaiserslautern schon vor der Krise 20 Millionen Schulden hatte, dürfte die Reglung nicht greifen. Also 9 Punkte Abzug und Tschüß mit Applaus. Was anderes dürfte schwer vermittelbar sein.

    Wie positionieren sich eigentlich andere Vereine, die wirklich durch Corona kurz vor der Insolvenz stehen, zu diesem unsportlichen Vorhaben?

    • Tango Oscar Mike

      Hier wäre echt mal interessant wie die DFB Regelung rechtlich ausgelegt wird.Wenn ein Verein WEGEN Corona in wirtschaftliche Schieflage wäre das ganze ja noch irgendwie vermittelbar.Aber wenn,wie im Falle Lautern,der Verein bereits VOR Corona hoffnungslos überschuldet ist und am Tropf von Stadt und Land hängt sieht die Sache m.E.anders aus.

      • DM von 1907

        Diese Regelung ist so sehr mit der heißen Nadel gestrickt und daher voller innerer Widersprüche, dass es sicherlich Klagen dagegen geben wird. Es ist zu offensichtlich, dass die FCK-Schulden mit Corona fast nichts zu tun haben, weil schon lange vorher angehäuft.

      • Bongo

        Fakt ist das Vereine die während Corona bis zum 1.07.2020 Insolvent anmelden kein Punkteabzug bekommen!
        Es steht nirgends geschrieben das der Grund Corona sein muss

  • Michael Vogel

    "Zunächst ist die Insolvenz die Konsequenz aus jahrelanger
    Misswirtschaft, Grabenkämpfen und falschen sportlichen Entscheidungen."

    Und dank Corona profitiert dieser Drecksverein auch noch davon, andere Vereine, die solide gewirtschaftet haben, haben halt Pech gehabt. Das ist doch höchstgradig unfair und nicht vermittelbar. Die Schulden waren schon vor Corona da!!

    • Doppelherz

      Nicht nur für andere Vereine, auch für jeden vernünftig wirtschaften Menschen ist das ein Schlag ins Gesicht!

      • Joe

        Soviel Hass hallo Barackler Frankfurter usw. Was waere wenn es euer Verein wäre???

      • Ich

        Och, jetzt auf die Mitleidstour kommen….erinnerste dich vielleicht an "Eine kleine Spende, der Waldhof ist am Ende", hm?? Wo war denn da euer Mitleid? Mit dem Unterschied, daß es bei uns damals um verf**kte paar tausend MARK ging, nicht um mehr als 20 Millionen Euronen! Weg mit dem dreisten Pleiteclub, jetzt! Ich hoffe, der viertletzte klagt dem korrupten DFB die Sch**se aus dem leib wegen dieser offensichtlichen Ungleichbehandlung!

    • Michael

      Als der DFB das Thema Planinsolvenz beschlossen hat, war mein erster Gedanke "Lex Lautern". Der DFB nutzt hier eine Krise, um einen Traditionsverein vor dem Aus zu bewahren. Daher auch der Wille zum Weiterspielen seitens des Vereins, trotz eines dadurch verursachten Verlusts von 4(!) Mio.

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