Fortuna Köln rückt vor, Koschinat sieht Steigerungspotential

Mit einem 2:1-Heimsieg über die abstiegsbedrohten Würzburger Kickers hat sich Fortuna Köln am Samstag auf den zweiten Rang der Tabelle geschoben. Nach einer eher schwachen ersten Hälfte lag die Koschinat-Elf verdient mit 0:1 zurück. Im zweiten Abschnitt sorgten eine deutliche Leistungssteigerung, ein Traumtor und ein Elfmeter schließlich für den hart erkämpften Sieg.

Koschinat: "Wir haben schlecht verteidigt"

Trainer Uwe Koschinat war nach dem Spiel noch sichtlich mitgenommen und lobte die Leistung der Würzburger: "Ich glaube die Kickers haben uns hier heute nur ein einziges Schlupfloch gelassen um dieses Spiel erfolgreich zu gestalten." Für seine eigenen Elf fand der Coach indes nur wenige lobende Worte: "Ich würde sagen, wir haben heute über zu viele Phasen des Spiels versäumt zu handeln und zu agieren. Wir hatten nur ein sehr schmales Fenster, wo wir so agiert haben wie ich mir das vorstelle. Wir hätten vor der Pause schon deutlich höher in Rückstand sein können. Daran kann man ablesen wie schlecht wir verteidigt haben."

Selbst nach der 2:1-Führung konnte die Fortuna das Spiel gegen die arg gebeutelten Würzburger keineswegs beruhigen. Vielmehr hatten die Kickers noch gute Möglichkeiten auszugleichen. Auch hier fand der Trainer der Kölner ehrliche Worte: "Wir könnten uns heute nicht beschweren, wenn das Ganze 2:2 ausgeht."

Tabelle lügt nicht

Trotz der harten Kritik des Übungsleiters dürfte ihn ein Blick auf die Tabelle wieder besänftigen. Mit Ausnahme der beiden Spiele gegen Lotte und Meppen sind die Ergebnisse der Domstädter in den letzten Wochen bestechend. Auch deshalb liegt man nun auf dem zweiten Rang der Tabelle. Nach dem nächsten Auswärtsspiel in Münster wartet das Spitzenspiel gegen den 1. FC Magdeburg.

Am oberen Ende der Tabelle steht einem dann auch das berühmte Quäntchen Glück zur Verfügung, sodass man auch die schwachen Spiele gewinnt. Koschinat warf am Ende der Pressekonferenz nach dem Spiel noch ein wenig Geld ins Phrasenschwein: "Das gewinnst du wenn du oben stehst, aber das verlierst du wenn du unten stehst." Über die gesamte Saison hinweg wäre dieses Glück dann schon eine Qualität. Möglicherweise kann Fortuna Köln wirklich über einen langen Zeitraum der Saison um den Aufstieg mitspielen.

   
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