Fortuna Köln: Bilderbuchstart mit neuer Mannschaft

Auch in dieser Saison entpuppt sich die 3. Liga mal wieder als perfekter Nährboden für Überraschungsmannschaften. Ein Fast-Absteiger ist Spitzenreiter, Zweitliga-Absteiger kämpfen ums Überleben und mittendrin mischt Fortuna Köln ebenfalls die Liga auf. Die Domstädter hätte nach sieben Spieltagen wohl niemand auf dem dritten Rang der Tabelle erwartet.

Unnötige Punktverluste

Mit 17 Punkten aus sieben Spielen hat die Fortuna schon einen Vorsprung von fünf Punkten auf den Viertplatzierten VfR Aalen und auch nur zwei Zähler Rückstand auf den SC Paderborn. Als wäre das nicht schon erstaunlich genug, so hätte die Punkteausbeute der Kölner eigentlich höher sein müssen. Bei den beiden einzigen Remis in dieser Saison vergab man unnötigerweise den Sieg. In Unterhaching reichte eine 2:0-Führung nur zu einem 2:2 und in Wiesbaden kassierte man den Ausgleich erst in den Schlussminuten. Innerhalb der Mannschaft ist das allerdings keinerlei Thema, wie Mittelstürmer Keita Ruel gegenüber dem "Kicker" bestätigt: "So einen Bilderbuchstart, den kann man sich wünschen, gerechnet hat damit natürlich keiner."

"Als Team für die Verletzten spielen"

Und all diese Leistungen gelingen die Kölner Südstädtern trotz schwerwiegender Ausfälle. Mit Kristoffer Andersen, Maurice Exslager und Boné Uaferro fallen drei Stammspieler langfristig aus. Das zu kompensieren ist nicht leicht, weiß auch Keita-Ruel: "Die ganzen schweren Verletzungen sind natürlich Rückschläge für uns, der Kader ist nicht besonders breit. Als Team wollen wir auch für die Verletzen spielen und noch enger zusammenrücken, damit sie stolz auf uns sein können in ihrer schweren Zeit." Obwohl die Saison noch jung ist und es zu früh wäre von hohen Ambitionen zu sprechen, so werden die Kölner in der aktuellen Form mit Sicherheit nichts mehr mit einem kräftezehrenden Abstiegskampf – wie in der letzten Saison – zu tun haben.

 

 
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