"Feuer in mir": Wie Capretti den Turnaround beim FCI schaffen will

Nach drei Niederlagen in Folge zog der FC Ingolstadt am Dienstag die Reißleine und trennte sich von Cheftrainer Rüdiger Rehm. Nur einen Tag später wurde mit Guerino Capretti bereits dessen Nachfolger vorgestellt, der nun für den schnellen Turnaround sorgen soll. Wie der 40-Jährige das schaffen will. 

Metzelder nimmt Mannschaft in die Pflicht

Am Ende ging alles ganz schnell, nur wenige Stunden lagen zu Wochenbeginn zwischen der Entlassung Rehms und der Verpflichtung Caprettis. Auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Cheftrainers am Donnerstag berichtete Sportchef Malte Metzelder von "intensiven Tagen und Stunden" und freute sich, "dass wir mit Rino den aus unserer Sicht passenden Trainer gefunden haben. Er kennt die Liga und weiß, was er aus einer Mannschaft herausholen kann". Der 40-Jährige zeigte sich davon überzeugt, "dass wir mit ihm wieder positive Resultate erzielen werden".

Gleichzeitig nahm er die Spieler in die Pflicht, die die letzten Spiele "kämpferisch nicht voll angenommen" hätten. "Auch die Mannschaft steht jetzt in der Bringschuld, weil sie nicht gezeigt hat, was wir erwartet haben", machte Metzelder klar und betonte: "Wir dürfen nicht nur erzählen, dass wir eine Mannschaft sind, sondern müssen auch als solche auftreten." Als Tabellensiebter läuft der FCI seinen Ansprüchen derzeit deutlich hinterher. "Ich habe Lust auf mehr. Und die Mannschaft gibt mir auch das Signal."

"Potenziale ausschöpfen"

Ähnliches berichtete auch Capretti, wenngleich er bei seiner ersten Einheit am Mittwoch eine Mannschaft vorgefunden habe, "die ein bisschen bedröppelt wirkte und bei der die Köpfe ein wenig unten waren". Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge aber auch kein Wunder, unter dem neuen Coach soll es nun wieder bergauf gehen: "Es geht jetzt darum, die Jungs zu stärken und deren Potenziale auszuschöpfen." Damit das gelingt, habe er den Spielern bereits "ein paar neue Inhalte" vermittelt, "ohne jemanden zu überfordern oder zu überfrachten". Allzu viel wollte Capretti von seiner Spielweise zwar nicht preisgeben, deutete aber die Rückkehr zur Viererkette an. "Ich will dem Verein eine Identität geben, dominant zu sein und Tore zu schießen."

Es soll eine Entwicklung stattfinden. "Ich wünsche mir, dass wir die Zuschauer begeistern können. Die Mannschaft ist in der Lage, sich aus dem Spiel heraus noch viel mehr Chancen zu erspielen. Ich habe Feuer in mir, diese Dinge zu erreichen." Capretti will für einen "klaren Plan, Strukturen und Automatismen" stehen. "Wir wollen oben mitspielen", so der Deutsch-Italiener. Weil der Rückstand auf den Relegationsplatz durch die Pleitenserie allerdings bereits fünf Punkte beträgt, ist ein Sieg gegen Borussia Dortmund II, das die letzten sechs Spiele allesamt verloren hat, am Samstag Pflicht. "Ich will eine Mannschaft sehen, die brennt und unbedingt etwas gutmachen will", gab Capretti vor. Damit der schnelle Turnaround gelingt.

   
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