Fehlstart beim VfL Osnabrück: Überraschend am Tabellenende

Drei Spiele, zwei Niederlagen, nur ein Punkt – der VfL Osnabrück hat einen Fehlstart hingelegt und ist nach dem 0:3 bei Fortuna Köln völlig unerwartet Tabellenletzter. Die Spieler ließen anschließend die Köpfe hängen, Trainer Joe Enochs gab sich kämpferisch – bis zum Heimspiel gegen den Halleschen FC am Sonntag muss er den VfL zurück in die Spur führen.

"Zu leicht, gegen uns Tore zu erzielen"

Unterschiedlicher hätte die Stimmungslage bei der Pressekonferenz nach dem Auswärtsspiel des VfL in Köln nicht sein können. Hier Kölns zufriedener Coach Uwe Koschinat, dessen Team überraschend Platz eins belegt, dort ein sichtlich enttäuschter VfL-Übungsleiter Enochs, der gar nicht erst versuchte, Ausreden für den Fehlstart zu finden. "Wir haben verdient verloren", sagte er. "Es geht nicht darum, schönen Fußball zu spielen, so wie wir es teilweise in der ersten Halbzeit gemacht haben, es geht um Ergebnisse." Und da hakt es beim VfL Osnabrück, der sich nach drei Spielen mit nur einem Punkt völlig überraschend am Tabellenende wiederfindet. Ein Grund dafür: "Es ist zu leicht, gegen uns Tore zu erzielen", sagte Enochs, dessen Team im ersten Durchgang gleichwertig war, aber eben nicht traf. Im Gegensatz zu den Kölnern, die unmittelbar vor und nach der Halbzeit einnetzten.

Savran kämpferisch, Sangaré trotzig

"Jeder gibt hier alles", sagte Kapitän Savran nach Spielende der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zweifel an der Einstellung einzelner Spieler wolle er gar nicht erst zulassen, auch wenn jetzt alle "sehr bedrückt und enttäuscht" seien. Schließlich gelte es, am Sonntag gegen Halle eine Reaktion zu zeigen: "Die sind ähnlich angeknockt sind wie wir. Aber diese Situation können wir nur gemeinsam meistern, ansonsten funktioniert das nicht." Ähnlich sah es Nazim Sangaré, wie Savran und viele andere noch auf der Suche nach der Form der letzten Spielzeit. "Wir sind Letzter. Aber da gehört der VfL nicht hin", sagte er. Und da werde Osnabrück nach dem nächsten Spieltag "auch nicht mehr bleiben."

 

   
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