FCS-Trainingscamp: Positives Fazit mit drei Einschränkungen

Als erster Drittligist war der 1. FC Saarbrücken am 2. Dezember ins Trainingslager gereist, seit Freitag sind die Saarländer wieder daheim. Das Fazit von Trainer Rüdiger Ziehl fällt insgesamt positiv aus – mit drei Einschränkungen.

"Hatten tolle Bedingungen"

Eine Woche lang bereitete sich der 1. FC Saarbrücken bei sommerlichen Temperaturen im türkischen Belek auf die restliche Saison vor. Für Trainer Rüdiger Ziehl war es das erste Trainingslager als Chefcoach des FCS. In der "Bild" zieht er nun Bilanz. "Das Gesamtfazit ist positiv, wir hatten tolle Bedingungen." Während in Deutschland winterliche Bedingungen herrschten und den einen oder anderen Drittligisten zum Improvisieren zwangen, konnte der FCS am Feinschliff für das neue Jahr arbeiten.

Doch bei aller Zufriedenheit "gab es auch den einen oder anderen Punkt, den ich kritisieren muss", so Ziehl. Da ist zum einen das Testspiel gegen Sivaspor am vergangenen Freitag, "was wir hätten durchaus gewinnen können". Trotz zahlreicher Chancen stand gegen den türkischen Erstligisten am Ende jedoch eine 1:2-Niederlage zu Buche. Mit demselben Ergebnis endete zuvor auch die Partie gegen Kayserispor. Zum anderen ist es auch die Verletzten-Situation, die Ziehl Sorge bereitet. Während sich Bjarne Thoelke das Jochbein gebrochen hat und Montag operiert werden mussten, konnten Adriano Grimaldi (Wade machte zu), Julius Biada (muskuläre Probleme) und Luca Kerber (Probleme mit der Patellasehne) fast gar nicht trainieren.

Thematik um Schwede sorgte für Schock

Und dann war noch die Thematik um Tobias Schwede, der sich aufgrund von Vergewaltigungsvorwürfen vor dem Wiesbadener Landgericht verantworten muss. Am Freitag hatte Ziehl die brisante Angelegenheit, die das Trainingslager überschattete, öffentlich gemacht. "Als ich es der Mannschaft gesagt habe, war schon große Stille. Es hat ja vorher keiner gewusst und das Team muss das auch erst einmal für sich verarbeiten", berichtet der Coach. Schwede sei voll integriert und mit den Spielern zum Teil befreundet gewesen.

"Man merkt, dass es keine Nachricht ist, über die man einfach so drüber hinweg geht. Auch die Mannschaft nicht…" Ob das Thema Auswirkungen auf das Team hat, werden die nächsten Wochen zeigen. Es dürfte auch davon abhängen, ob Schwede für schuldig gesprochen wird. Dann müsste er wahrscheinlich für mindestens zwei Jahre ins Gefängnis. Doch bislang gilt die Unschuldsvermutung, wie Ziehl am Freitag betonte.

Keine Verstärkungen geplant

Verstärkt werden soll die Mannschaft – zumindest nach aktuellem Stand – nicht. "Fakt ist, wenn alle Spieler gesund sind, brauchen wir keine neuen. Dafür ist der Kader in der Breite qualitativ gut genug besetzt", betont Ziehl, sagt aber auch: "Natürlich halten wir auch die Augen offen, können reagieren, wenn es nötig sein sollte." Auch die Trennung von Spielern, die bislang nur Reservisten sind, ist nicht geplant, aber ebenfalls nicht ausgeschlossen. "Wir haben ihnen ein sportliches Feedback gegeben, aber es ist Fakt, dass alle Vertrag haben und wir Verträge respektieren und erfüllen."

   

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